Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
2267
Ohne Plan und Moos nichts los

Mit Start-ups kooperieren

Viele Kollaborationen mit Start-ups scheitern, weil Mitarbeiter bei den etablierten Unternehmen nicht „mitgenommen" werden. Wir sagen Ihnen, worauf es ankommt. Fragen Sie auch, was ein potenzieller Partner noch nicht leisten kann.

Start-ups werden derzeit reichlich gehypt. Sie genießen in der Unternehmenswelt einen Bonus. Aber nur selten wird hinter die Kulissen geschaut. Negativbeispiele fallen durchs Rost der Berichterstattung. Berichtet wird nur über die wenigen erfolgreichen Fälle.

Wenn Sie eine Kooperation planen, sollten Sie sich gut vorbereiten. Und auch ehrlich zu sich selbst sein. Es reicht nicht, die Krawatte abzunehmen, wenn Sie auf hippe Youngster treffen. Checken Sie zunächst:

  • Ist Ihre Organisation reif für eine Kollaboration? 
  • Wie haben Sie bisher mit Externen kooperiert? Woran ist das gescheitert und was war gut?

Gute Kommunikation nach innen gefragt

Begründen Sie sehr gut in der Belegschaft, warum Sie neue Wege gehen. Zusammenarbeit mit einem Start-up macht auch Angst (bei großen Unternehmen hat auch das Mittlere Management oft Vorbehalte).

  • Sie müssen (zuvor) für Transparenz bei Strukturen, Prozessen, Daten sorgen. 
  • Bestimmen Sie nicht von oben herab, wer sich bei Ihnen ab sofort darum kümmern soll. 
  • Haben Sie Mitarbeiter, die für ein neues „disruptives" Modell brennen? Dann geben Sie „Innovationsmanagern" ein Mandat. 
  • Sind Sie bereit, künftig schnell zu entscheiden? Auch während des laufenden Projekts? Einem Startup kann schnell die Geduld bzw. das Geld ausgehen. 
  • Reicht die Kapitaldecke des neuen Partners? 
  • Würden Sie eventuell Geld nachschießen? (Wann?) 
  • Hat das Start-up verlässliche fachliche Mitarbeiter? (Fluktuation; feste Mitarbeiter?) 
  • Gibt es belastbare Referenzen (dort direkt nachfragen!) oder sind Sie der erste Kunde?

Planen Sie zunächst mit einem Teilbereich und in kleinen Schritten.

  • Kontrollieren Sie nicht übertrieben. Legen Sie feste Termine für belastbare Fortschrittsberichte fest. Die sollten sich an vordefinierten Zielen orientieren. 
  • Erwarten Sie bei Entwicklungsprojekten nicht übermorgen den ROI. 2 bis 5 Jahre sind denkbar.

Möglichkeit: Sie stellen ein Budget für einen Innovationspool bereit. Daraus kann sich ein pfiffiges Team bedienen, nachdem ein einseitiger Antrag (mit Ziel und potenziellem Nutzen) gestellt wurde. Dann sollte innerhalb von 2 Tagen darüber entschieden werden.

  • Gestatten Sie Fehler – daraus lernen beide Seiten. 
  • Legen Sie interne Ausstiegskriterien fest. Kommunizieren Sie auch dem Partner, unter welchen Bedingungen Sie das Projekt beenden.

Schauen Sie nach Plattformen, auf denen sich Startups und etablierte Unternehmen finden. Beispiel: Hansebloc, ein Blockchain-Konsortium der Logistik-Initiative Hamburg aus KMU und Start-ups (mit Verbundpartnern; Fördergelder). https://www.hamburg-logistik.net/unsere-aktivitaeten/projekte/hansebloc/

Fazit

Denken Sie groß, planen Sie klein.

Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Preise bei Übernahmen von Technologie-Unternehmen steigen

Deutschland mit größeren Tech-Deals

Die Preise für deutsche Technologieunternehmen steigen. 2025 wurden Unternehmen aus dem Bereich für 15,7 Mrd. Euro verkauft. Die meisten davon stammen aus der Softwarebranche.
  • Fuchs plus
  • Spanischer Immobilienmarkt im Aufschwung

Barcelona für Käufer derzeit hochinteressant

Seit dem Einbruch von 2022 hat sich der spanische Markt für Wohnimmobilien deutlich erholt. Dabei sind die Premiumlagen in Barcelona im Vergleich zu den Balearen noch günstig.
  • Fuchs plus
  • Europa führend bei Quantencomputern

Investoren rechnen mit Durchbruch

Quantencomputer versprechen ein riesiger neuer Markt zu werden. Das ist auch für Mittelständler interessant, denn die Computerhersteller brauchen Zulieferer.
Zum Seitenanfang