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Herausforderungen und Chancen im stagnierenden deutschen Unternehmensmarkt 2025

Unternehmensmarkt: Demografische Verkaufswelle rollt los

Der deutsche Unternehmensmarkt kämpft mit einem geringen Wirtschaftswachstum, hohen Zinsen und politischen Unsicherheiten. Notleidende Kredite erhöhen zudem den Verkaufsdruck. Besonders für Mittelständler wird es strukturell schwieriger, da allmählich eine Nachfolge-Welle anrollt.
Auf dem deutschen Unternehmensmarkt summieren sich die bremsenden Faktoren. Einerseits bleibt das Wirtschaftswachstum gering, andererseits bleiben die Zinsen relativ hoch. Zudem herrscht weiter hohe politische Unsicherheit, sowohl mit Blick auf das politische Berlin als auch mit Blick auf die USA und die Zoll-Entwicklungen. Hinzu kommt die demografische Situation, die in den nächsten Jahren zu einem kontinuierlich wachsenden Verkaufsdruck auf dem Markt führen dürfte.

Unternehmensmarkt wird für Mittelständler schwieriger

Insgesamt stagniert der Unternehmensmarkt im zweiten Quartal 2025. Im ersten Quartal war schon ein Rückgang der M&A-Aktivitäten zu verzeichnen. Sowohl die Anzahl der Transaktionen als das Transaktionsvolumen war rückläufig. Insbesondere bei großen Unternehmen ist dieser Trend zu beobachten. Die Nachfrage nach Mittelständlern und kleinen Unternehmen ist relativ stabil.   

Für KMU dürfte das Umfeld in den nächsten Jahren im Trend schwieriger werden - unabhängig von den politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen. Denn im deutschen Mittelstand baut sich allmählich die Nachfolge-Welle auf. Bis 2026 stehen rund 190.000 Nachfolgen an. "Diese Zahl wird sich durch den demografischen Wandel mittelfristig auf über 500.000 erhöhen", so André Laner von RSM Ebner Scholz.

Notleidende Kredite erhöhen Verkaufsdruck 

Neben dem demografishcen Verkaufsdruck wächst akut auch der Druck bei angeschlagenen Unternehmen ("disstressed"). Die Zahl dieser M&A-Deals wächst seit Monaten, parallel zu den steigenden Zinsen und zunehmenden Insolvenzen. Da die Banken eine wachsende Anzahl notleidender Kredite in ihren Büchern haben, wird dieser Impuls ebenfalls nicht so schnell nachlassen. 

Für Mittelständler ergeben sich im aktuellen Marktumfeld allerdings auch Kaufchancen. Denn viele Unternehmen, voran Konzerne, stellen derzeit ihre Portfolios auf den Prüfstand und trennen sich von Randgeschäften. Daraus können sich gute Opportunitäten für ergänzende Käufe ergeben.

Multiples im Blick

Die Multiplikatoren sind im Vergleich zum vorigen Quartal weitgehend stabil. Gefragt ist weiterhin die Software- und IT-Branche. Hier liegen die EBTIT-Multiplikatoren für kleine und mittlere Unternehmen zwischen 7,5 und 11,2. Auch die Pharma-Branche ist an der Preisspitze zu finden (Multiples 7,2 - 9,9). Am unteren Ende der Preisskala rangieren Transport / Logistik (4,4 - 7,1), Bau (4,4 - 7,0) und Fahrzeugbau (3,9 - 6,3).

Fazit: Die Marktbedingungen für Unternehmensverkäufe sind komplex und für KMU herausfordernd. Die politische Unsicherheit dürfte zwar nachlassen, aber das Finanzierungsumfeld wird sich nicht signifikant verbessern und die demografische Lage wird sich zuspitzen und den Verkaufsdruck perspektivisch erhöhen. 

Hinweis: Unternehmer sollten den Nachfolgeprozess frühzeitig planen und strukturiert angehen. Hilfreich dabei kann das Buch "Wie Unternehmer richtig vererben" sein, das FUCHSBRIEFE mit Fachautoren aus Kanzleien und Vermögensverwaltern erstellt hat. Mehr Infos:

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