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Auslands-Nachfrage treibt deutschen Markt

Unternehmensmarkt: Großbritannien im Sonderangebot

Der Handel am Unternehmensmarkt wird reger. | © Getty
Am Unternehmensmarkt steigt die Aktivität spürbar an. Verkäufer pokern wieder höher. Die Preissensitivität der Käufer nimmt jedoch ebenfalls zu.
Am Unternehmensmarkt steigt die Aktivität spürbar an. Das zeigt sich in der internationalen Perspektive genauso wie beim Blick auf Deutschland. Auffällig ist die erhebliche Zunahme der Transaktionen in Großbritannien. Seit Juli ist der britische Anteil am globalen Transaktionsvolumen um mehrere Prozentpunkte auf über 27% gestiegen. Der Grund: Nach dem Brexit-Votum und den herben Kursverlusten des britischen Pfundes sind für ausländische Käufer einige Unternehmen auf der Insel zu wahren Schnäppchen geworden. Im internationalen Geschäft gewinnt der Einfluss der Wechselkurse an Bedeutung. Zu den aktivsten Käufern in Europa zählen derzeit Japaner und Chinesen. Der Yen ist im Jahresvergleich gegenüber dem Euro um 14% gestiegen. Das verbilligt Übernahmen hierzulande. Die wesentlichen Kaufmotive von Japanern und Chinesen bleiben gleich. Die Wirtschaft in Japan stagniert, im Reich der Mitte verlangsamt sich der BIP-Zuwachs ganz allmählich. Darum werden Unternehmen gesucht, die durch eine Verlängerung der Wertschöpfungskette oder Ergänzungen im Produktportfolio dem Käufer neue Wachstumsimpulse geben können. Verkäufer pokern angesichts steigender Börsenkurse und Multiplikatoren wieder höher. Das bekommen die Chinesen gerade bei ihrer angestrebten Aixtron-Übernahme zu spüren. Obwohl das Angebot für den deutschen Maschinenbauer deutlich über dem mittleren Börsenkurs der vergangenen Monate liegt, ist die Übernahme bis vorigen Freitag nicht zustande gekommen. Und das, obwohl der interessierte Käufer die Mindestschwelle vor Ablauf der Frist von 60% auf knapp über 50% gesenkt hatte. Die Zustimmungsquote lag dennoch nur bei 44%. Nun wurde die Zustimmungsfrist um zwei Wochen verlängert. Auch Bayer hat sein Angebot für Monsanto aufgestockt. Die EBIT-Multiplikatoren für mittelständische Unternehmen nähern sich weiter an. Am unteren Rand steigen sie in der Bauindustrie auf 6 (kleine Unternehmen) bis 8 für große Unternehmen. Beim Multiples-Spitzenreiter Software geht es weiter leicht abwärts in eine EBIT-Bandbreite von 7,3 bis 10.

Fazit: Insbesondere die ausländische Nachfrage treibt den deutschen Markt an. Die Preissensitivität der Käufer jedoch nimmt zu. Bei kleinen Firmen steigen die Multiplikatoren über alle Branchen leicht an. Große Unternehmen am oberen Ende der Multiple-Range haben kaum Luft nach oben.

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