Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
720
Deutsche Unternehmen weiterhin gefragt

Unternehmensmarkt: Leichte Abkühlung voraus

Insgesamt nehmen die Aktivitäten am Unternehmensmarkt ab. Deutsche Unternehmen bleiben aber weiter gefragt.
Die Aktivitäten am Unternehmensmarkt lassen weltweit nach. Bedeutend für den Gesamtmarkt ist vor allem die gedrosselte Nachfrage aus China. Zwar sind chinesische Investoren noch immer sehr aktiv am M&A-Markt. Doch einige Faktoren bremsen sie aus: Da sind einerseits die Kapitalverkehrskontrollen im Reich der Mitte. Andererseits sehen Regierungen im industrialisierten Westen den Abverkauf von Know-how nach China zunehmend kritisch. Der Verkauf von Aixtron scheiterte an der Intervention der USA und der Bundesregierung. Auch die Unternehmenskäufe aus den Schwellenländern gehen zurück. Insbesondere aus Südamerika sinkt die Nachfrage in Europa und Deutschland. Noch größer ist die Zurückhaltung gegenüber Käufen in den USA. Hier wirken die unklaren Rahmenbedingungen nach dem Wahlsieg Donald Trumps. Potenzielle Käufer und Investoren warten die weitere Entwicklung ab. Möglicherweise verlagert sich ein Teil dieser Nachfrage gerade nach Deutschland. Kaum ein Investor geht derzeit davon aus, dass sich die Politik hierzulande radikal verändert – egal in welcher Regierungskonstellation nach der Bundestagswahl am 24. September. Immer wichtiger wird der Faktor Rechtssicherheit. Im Due Diligence-Verfahren steigt der Aufwand bei der Prüfung einer Gesellschaft. Vor allem in branchenspezifisch typischen Risikobereichen forschen die Käufer heute viel intensiver nach. Hart verhandelt wird um Sicherheitsklauseln, Garantien und Freistellungsklauseln in den Verträgen. Die Unternehmenspreise sind zuletzt noch einmal gestiegen. Und zwar über fast alle Branchen gemessen in EBIT-Multiplikatoren. Allein Fahrzeugbau (Multiplikator 5,8 - 8,9), Handel (Multiplikator 6,3 - 9,9) und Versorger (Multiplikator 6 - 8,7) spüren einen leichten Preisdruck. Am teuersten sind Unternehmen der Pharma-Branche. Für diese müssen je nach Größe EBIT-Multiplikatoren von 8 - 11 gezahlt werden. Auch Firmen in der Nahrungs- und Genussmittelbranche (Multiplikator 7,5 - 10) und im Kosmetikbereich (Multiplikator 7,7 - 10,4) finden sich am oberen Ende der Preis-Skala.

Fazit: Deutsche Unternehmen bleiben gefragt – auch wenn es im zweiten Quartal etwas ruhiger am Markt zugehen könnte. Insgesamt dürften die M&A-Volumina in Deutschland leicht sinken.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • In aller Kürze

Eigentümerliste ohne Email

Verwalter von Wohnungsteigentümer-Gemeinschaften müssen auf Verlangen von Eigentümern bestimmte Daten herausgeben. Doch welche?
  • Fuchs plus
  • Liechtensteinische Landesbank AG, TOPS 2020: Beratungsgespräch

Modern und flexibel

Die Liechtensteinische Landesbank konnte im Beratungsgespräch überzeugen. Copyright: Verlag FUCHSBRIEFE
Im konservativen Private Banking hat der Einsatz technischer Hilfsmittel noch immer Seltenheitswert. Bei der LLB treffen wir auf zwei junge, hochmotivierte Berater, die ihre Themen mithilfe von Powerpoint und Bildschirm gut zu veranschaulichen wissen. Auch ein digitales Tool zur Bestimmung des Anlegertyps zeigt, dass das Haus im digitalen Zeitalter angekommen ist. Im Beratungsprozess sehen wir kundenorientiertes und auf unsere Situation abgestimmtes Private Banking mit flexiblen Ideen zur Integration unserer verschiedenen Ziele. Hier würden wir unser Geld durchaus anlegen.
  • Fuchs plus
  • Rechtschreibreform hat großes Durcheinander verursacht

Ich will mein „daß“ zurück

Fuchsbriefe-Chefredakteur Ralf Vielhaber © Verlag Fuchsbriefe
Die Rechtschreibreform von 1996 sollte der Vereinfachung dienen. Mehr als 20 Jahre danach lässt sich festhalten: Sie hat vorwiegend zu Regellosigkeit geführt. In zahlreichen Fällen sind heute Schreibvarianten erlaubt. Nur beim dass nicht. Dabei wäre es hier besonders angebracht, findet FUCHSBRIEFE-Chefredakteur Ralf Vielhaber
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Kupfer ist der Konjunktur voraus

Die Auswirkungen des Handelskriegs werden spürbar

Kupfer gilt als guter Vorlaufindikator zur Bewertung der Weltkonjunktur. Seine aktuelle Schwäche ist daher nicht nur schlecht für Kupfer-Investoren, sondern ein Warnzeichen für die globale Ökonomie. Entscheidend wird sein, ob er seine Unterstützungen hält oder ob er sie reißt.
  • Fuchs plus
  • Ernteschätzungen aus den USA haben den Mais-Preis nach unten getrieben

Jetzt beim Mais auf die Lauer legen

Die Ernteprognosen sind besser ausgefallen als erwartet. Cpyright: Pixabay
Beim Agrarrohstoff Mais bricht der Preis ein. Die Ernteprognosen fallen optimistischer aus als zuletzt erwartet. Doch Investoren sollten nun eine andere Entwicklung im Blick haben. Wir prognostizieren, wo der Preisverfall sein Ende finden wird.
Zum Seitenanfang