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Deutsche Unternehmen weiterhin gefragt

Unternehmensmarkt: Leichte Abkühlung voraus

Insgesamt nehmen die Aktivitäten am Unternehmensmarkt ab. Deutsche Unternehmen bleiben aber weiter gefragt.
Die Aktivitäten am Unternehmensmarkt lassen weltweit nach. Bedeutend für den Gesamtmarkt ist vor allem die gedrosselte Nachfrage aus China. Zwar sind chinesische Investoren noch immer sehr aktiv am M&A-Markt. Doch einige Faktoren bremsen sie aus: Da sind einerseits die Kapitalverkehrskontrollen im Reich der Mitte. Andererseits sehen Regierungen im industrialisierten Westen den Abverkauf von Know-how nach China zunehmend kritisch. Der Verkauf von Aixtron scheiterte an der Intervention der USA und der Bundesregierung. Auch die Unternehmenskäufe aus den Schwellenländern gehen zurück. Insbesondere aus Südamerika sinkt die Nachfrage in Europa und Deutschland. Noch größer ist die Zurückhaltung gegenüber Käufen in den USA. Hier wirken die unklaren Rahmenbedingungen nach dem Wahlsieg Donald Trumps. Potenzielle Käufer und Investoren warten die weitere Entwicklung ab. Möglicherweise verlagert sich ein Teil dieser Nachfrage gerade nach Deutschland. Kaum ein Investor geht derzeit davon aus, dass sich die Politik hierzulande radikal verändert – egal in welcher Regierungskonstellation nach der Bundestagswahl am 24. September. Immer wichtiger wird der Faktor Rechtssicherheit. Im Due Diligence-Verfahren steigt der Aufwand bei der Prüfung einer Gesellschaft. Vor allem in branchenspezifisch typischen Risikobereichen forschen die Käufer heute viel intensiver nach. Hart verhandelt wird um Sicherheitsklauseln, Garantien und Freistellungsklauseln in den Verträgen. Die Unternehmenspreise sind zuletzt noch einmal gestiegen. Und zwar über fast alle Branchen gemessen in EBIT-Multiplikatoren. Allein Fahrzeugbau (Multiplikator 5,8 - 8,9), Handel (Multiplikator 6,3 - 9,9) und Versorger (Multiplikator 6 - 8,7) spüren einen leichten Preisdruck. Am teuersten sind Unternehmen der Pharma-Branche. Für diese müssen je nach Größe EBIT-Multiplikatoren von 8 - 11 gezahlt werden. Auch Firmen in der Nahrungs- und Genussmittelbranche (Multiplikator 7,5 - 10) und im Kosmetikbereich (Multiplikator 7,7 - 10,4) finden sich am oberen Ende der Preis-Skala.

Fazit: Deutsche Unternehmen bleiben gefragt – auch wenn es im zweiten Quartal etwas ruhiger am Markt zugehen könnte. Insgesamt dürften die M&A-Volumina in Deutschland leicht sinken.

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