Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
2631
Innovative Startups ziehen das Geld von US-Investoren an

US-Finanziers glauben an Wachstumschancen deutscher Startups

Die US-Investoren kommen zurück auf den deutschen Risiko-Kapitalmarkt. Sie begannen vor einigen Jahren, eine größere Rolle in Deutschland zu spielen. In den letzten Jahren investierten sie dann weniger. Das ändert sich gerade wieder.

Im dritten Quartal des Jahres sind die Startup-Finanzierungen in Deutschland stark gestiegen. Dies vor allem, weil US-Investoren wieder zurück auf dem deutschen Markt sind. 

Der Grund: Deutsche Startups werden niedriger bewertet als amerikanische. Damit sind sie eine attraktive Investition, erklärt der Deutsche Startup-Verband auf Nachfrage von FUCHSBRIEFE. Im vierten Quartal 2022 haben sich die US-Investoren stark zurückgezogen und seither weniger investiert als in den Vorjahren. Nun sind sie zurück – und stemmten 41% aller Finanzierungen.

3. Quartal mit deutlichem Zuwachs

Insgesamt sind die Finanzierungen im dritten Quartal um 50% höher als im Vorquartal. Sie betrugen 2,5 Mrd. Euro. Die Zahl der Finanzierungen liegt um 40% über Vorquartal. Die meisten Finanzierungen entfielen auf die Bereiche Gesundheit (15%), Energie (12%), Fintech und Unternehmens-Software. 

KI ist die treibende Kraft hinter den wachsenden Finanzierungen. KI-Startups in den verschiedenen Bereichen erhielten im dritten Quartal 924 Mio. Euro. Die Startup-Finanzierungen werden in diesem Jahr (bisher 6,1 Mrd. Euro) sehr wahrscheinlich wieder höher ausfallen, als im relativ schwachen 2023 mit damals 7,1 Mrd. Euro.  

Wachstumsfinanzierungen haben am meisten zugenommen

Dabei stiegen die Wachstumsfinanzierungen schon bestehender Startups besonders stark an, nämlich um 67% ggü. dem zweiten Quartal. Auffällig ist, dass es fünf sehr große Finanzierungen über jeweils mehr als 100 Mio. Euro waren, die am meisten zum Wachstum beitrugen. 

Die größte Runde ging an das Münchner Rüstungs-KI-Unternehmen Helsing. Das zeigt, dass das deutsche Startup-System inzwischen immer häufiger fähig ist, auch große Unternehmen hervorzubringen. Derzeit gibt es 31 deutsche Startups, die mit über einer Mrd. Euro bewertet werden.

Fazit: Für deutsche Startups können in diesem Jahr die Finanzierungen wieder über das Niveau des schwachen Vorjahrs steigen. Sie ziehen vermehrt das Interesse der technologiegetriebenen US-Investoren an, die vor allem große Finanzierungen bieten.

Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 23: Rendite, Risiko und Handel

BTV setzt sich ab

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Im Performance-Projekt 9 zeigt sich in Kalenderwoche 23 ein klares Kräfteverhältnis: Nur vier Vermögensverwalter schlagen das Benchmarkdepot, während die Mehrheit zurückbleibt. Gleichzeitig öffnet die schwache Entwicklung des Vergleichsmaßstabs ein seltenes Zeitfenster für aktive Strategien. Doch nur wenige nutzen diese Chance konsequent. Anleger erkennen immer deutlicher: Nicht Stabilität allein entscheidet, sondern die Fähigkeit, in schwierigen Marktphasen gezielt Mehrwert zu schaffen.
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt VIII in KW 23: Vermögensmanager im Härtetest

Spitzengruppe um Deutsche Oppenheim und BW-Bank enteilt

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Im Performance-Projekt 8 zeigt sich eine klare Zweiteilung: Während einige Vermögensverwalter den Benchmark deutlich übertreffen, bleibt ein großer Teil des Feldes hinter der Referenz zurück. Das Benchmarkdepot (vermögensverwaltende Fonds) liefert stabile Ergebnisse, überzeugt jedoch vor allem durch Kontrolle statt Dynamik. Wer aktuell wirklich Mehrwert liefert, entscheidet sich im Spannungsfeld aus Vermögenswachstum, Risikomanagement und konsequenter Umsetzung der Allokationsstrategie.
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt VII in KW 23: Stabile Woche, klare Divergenzen

Berliner Sparkasse setzt Akzent – Volksbank Kraichgau und DRH aktiv, Rest verharrt und schlägt teils dennoch die Benchmark

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Projekt 7 präsentiert sich in dieser Woche bemerkenswert ruhig – und gerade darin liegt die eigentliche Dynamik. Während mehr als 90 % der Teilnehmer keinerlei Veränderungen vornehmen, nutzt die Berliner Sparkasse gezielt die Zinsbewegung zur Umschichtung. Volksbank Kraichgau und DRH Vermögensverwaltung bleiben punktuell aktiv. Die Vermögen steigen moderat, die Risiken divergieren deutlich. Auffällig ist jedoch: Viele Häuser übertreffen die Benchmark ganz ohne Handelsaktivität. Lesen sie hier.
Zum Seitenanfang