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Trump frohlockt über Bidens Entscheidung

Biden bleibt Präsidentschaftskandidat

Der Auftritt von Joe Biden im TV-Duell mit Donald Trump war ein Desaster. Prompt kam in den USA die Debatte auf, ob Biden das Feld räumen soll. Nun ist klar: Biden wird seine Kandidatur bis zum bitteren Ende durchziehen. Dafür gibt es einige - vor allem finanzielle - Gründe.
US-Präsident Joe Biden wird seine Kandidatur bis zum bitteren Ende durchziehen und auf einen Wahlerfolg hoffen. Zwar ist in den USA nach dem desaströsen Auftritt von Biden eine Debatte über seine Ersetzung hochgekocht (FB vom 24.6.). Bei einigen Demokraten habe blanke Panik geherrscht. Das ging aus etlichen Posts in sozialen Medien hervor. Die New York Times hatte sogar einen Leitartikel geschrieben und Biden darin aufgefordert, nicht als Präsident zu kandidieren. Das alles wird aber im Sande verlaufen. 

Biden bleibt - zumindest Kandidat

Das TV-Duell hat jeglichen Zweifel ausgeräumt: US-Präsident Joe Biden ist kaum noch geschäftsfähig. Er wird das Feld aber nicht räumen. Zu diesem Entschluss kam der Familienrat der Bidens, der sich am Wochenende zu dem Thema verständigt hat. Demnach wird sich der amtierende Präsident nicht zurückziehen. Eine "Meuterei" wird es auch nicht geben. Die könnte zwar von Bidens Vize Kamala Harris vom Zaun gebrochen werden. Ein solcher Akt wäre aber eine brutale Demontage für die Demokraten, die sie um jeden Preis vermeiden wollen. Darum unterstützen zahlreiche Demokraten auch wieder offiziell die Kandidatur Bidens. 

Für das Festhalten von Biden an der Präsidentschafts-Kandidatur gibt es noch weitere Gründe. Der wichtigste liegt in der Finanzierung des Wahlkampfes. Dem Vernehmen nach sind die Wahlkampfspenden dem Kandidaten persönlich zugeordnet. Die bisher eingeworbenen Wahlkampfgelder könnten somit nicht auf einen neuen Kandidaten übertragen werden. Würden die Demokraten einen Ersatz für Biden ins Rennen um das Weiße Haus schicken, müssten sie in sehr kurzer Zeit erhebliche finanzielle Mittel neu auftreiben. Die Chancen dafür halten die Demokraten für sehr gering. Daran dürfte auch die gelegentlich als mögliche Kandidatin genannte Michelle Obama (weiblich, jung, Afro-Amerikanerin, populär) scheitern, die politisch der größte Antipol zu Trump wäre. 

Persönliche Gründe um Hunter Biden

In den USA wird gemunkelt, dass es auch triftige persönliche Gründe für Biden gibt, an seiner Kandidatur festzuhalten. Dabei steht der skandal-umwobene Sohn Hunter Biden im Fokus. Der wurde gerade wegen Verstoßes gegen das US-Waffengesetz schuldig gesprochen. Daneben gibt es zahlreiche Korruptionsvorwürfe, auch zu zwielichtigen Verstrickungen in der Ukraine. Beobachter meinen, dass die Bidens mit der Kandidatur und dem Machterhalt im Weißen Haus versuchen, weiter eine schützende Hand über den Sohn halten zu können. 
Fazit: Das TV-Duell hat schonungslos offenbart, dass Biden nicht mehr regierungsfähig ist. Das wirft auch die Frage auf, wer in der Praxis schon derzeit die Geschäfte des US-Präsidenten führt oder zumindest massiv unterstützt. Trump jubelt derweil, dass Biden Präsidentschaftskandidat bleibt. Seine Erfolgs-Chancen dürften dadurch steigen.
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