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Verbraucher werden bei Mülltrennung stärker in die Pflicht genommen

Bioabfall muss künftig sauber sein

Eine geöffnete Tonne voll Bioabfall. Copyright: Pexels
Die Liebe der Deutschen zur Mülltrennung ist ein Klischee – denn in der Realität sind Deutschlands Mülltonnen oftmals nicht sauber getrennt. Die Politik greift nun durch und schiebt die Verantwortung den Müllunternehmen zu, die sie wiederum an die Verbraucher weitergeben. Das könnte so manchem noch zum Himmel stinken …

Unternehmen mit viel Bio-Müll müssen sich auf einen steigenden Entsorgungsaufwand einrichten. Wer seine Bioabfälle künftig nicht fachgerecht trennt, muss damit rechnen, dass die Mülltonne ungeleert stehen bleibt. Betroffen in erster Linie: Restaurants, Gaststätten, Beherbergungsbetriebe, Imbissbunden etc. Das kann theoretisch auch jetzt schon passieren; viele Müllunternehmen sehen aber oft noch über nicht exakt getrennten Abfall hinweg. Das wird sich nun ändern. Ursache ist die Novelle der Bioabfallverordnung.

Künftig dürfen nur noch Bioabfälle in die Verrottung und Vergärung gelangen, die maximal zu 1% verunreinigt sind. Bei Flüssigabfällen sind es sogar nur 0,5%. Dieser erstmals festgelegte Grenzwert wird die Arbeit von Sekundärunternehmen (Kompost, Düngemittel, Biogas, etc.) erleichtern. So beurteilt es der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (BVSE) im Gespräch mit FUCHSBRIEFE.

Keine Abfall-Annahme bei Verunreinigung

Wenn einem Müll-Dienstleister verunreinigte Bioabfälle oberhalb der Höchstwerte angeboten werden, hat dieser künftig das Recht auf Annahmeverweigerung. Die kommunalen Müll-Unternehmen werden sehr genau hinschauen, was alles in den Biotonnen ist – und sie ggf. einfach stehen lassen. Denn die Reinigung des Mülls ist teuer – pro Tonne Müll und je nach Grad der Verunreinigung zwischen 120 und 180 Euro.

Der Grad der Verunreinigung der Bioabfälle ist von Kommune zu Kommune sehr unterschiedlich. Im Gespräch hebt der BVSE die Kommune Stuttgart als Beispiel für gute Mülltrennung hervor. Hier werden mehr als anderswo Stichproben erhoben und ggf. Mülltonnen nicht abgeholt. In anderen Städten wie etwa Berlin sähe das schon anders aus. Hier kommen immer wieder Verunreinigungen bis 15% vor.

Kompostierbare Plastiktüten sind für Recycling-Unternehmen kaum verwertbar

Besonders hervorgehoben hat der BSVE die Rolle angeblich kompostierbarer Plastiktüten. Diese seien letztlich Verbrauchertäuschung. Denn diese Tüten verrotten zwar – aber viel zu langsam. In einer Verrottungsanlage muss sich Müll innerhalb von sechs Wochen zersetzen. Bei den Bio-Plastiktüten dauert es teilweise über ein halbes Jahr. Hier sieht der BSVE viel Aufklärungsarbeit Unternehmen gegenüber den Verbrauchern.

Fazit: Die Umsetzung der neuen Bioabfallverordnung ist für 2023 anvisiert. Spätestens ab dann werden die kommunalen Müllunternehmen noch genauer in die Tonnen schauen.

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