Bodenbildung bei Rohöl vor Abschluss
Beim Ölpreis nimmt eine Bodenbildung weiter Formen an. Pünktlich zu Beginn des neuen Jahres zog der Preis für leichtes US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) über die 72-Dollar-Marke an und ebnete damit den Weg für eine dynamische Rally. Binnen weniger Tage zogen die Ölnotierungen um gut 4% an und machten erst an der 75-Dollar-Marke Halt.
Aus technischer Sicht ist es wichtig, dass Öl nicht wieder in die bisher gültige Handelsspanne zwischen 65 US-Dollar (Unterstützung) und 72 US-Dollar (Widerstand) je Fass zurück fällt. Dann wäre die seit knapp fünf Monaten laufende Bodenbildungsphase mustergültig abgeschlossen. Ölhändlern zufolge war die jüngste Preisgestaltung durch Saudi-Arabien ausschlaggebend für den jüngsten Preisanstieg.
Verknappung von Rohöl?
Der Golfstaat will die Rohölpreise für asiatische Kunden im kommenden Monat erhöhen. Marktbeobachter sehen die Preisanhebung durch Saudi-Arabien als Hinweis auf eine Verknappung des Angebots in ihrem größten Markt. Die Entscheidung über die Preisanhebung folgt der erneuten Verschiebung der Produktionssteigerungspläne durch das Öl-Kartell Opec+, einem Zusammenschluss von Opec-Staaten und anderen wichtigen Förderländern wie Russland.
Die wöchentlichen Rohöllagerbestände in den USA sind dagegen weiter gesunken. Im Vergleich zur Vorwoche ergibt sich ein Minus von 0,96 Mio. Barrel auf einen Stand von 414,6 Mio. Barrel Öl. Die API-Lagerbestände schmolzen um 4 Mio. Barrel ab und sanken damit stärker als erwartet (-0,3 Mio. Barrel).