Chancen für Unternehmen bei japanischer Energiewende
Japan ist einer der interessantesten Märkte für grüne Technologien. Der Inselstaat hat 2020 seinen eigenen Green Deal mit 17,8 Milliarden US-Dollar beschlossen und den Green Innovation Fund aufgelegt. Nach dem Nuklearunfall in Fukushima 2011 infolge eines Tsunamis hat das Land die Sensibilität für den Klimawandel gesteigert.
Das Land steht aber immer noch am Anfang der grünen Transition, erst 25% des Stroms kommt aus Erneuerbaren. Die japanische Regierung hält aber an den Zielen der Klimaneutralität fest: Bis 2040 sollen 40%-50% der japanischen Energie aus erneuerbaren Quellen wie Wind und Solar kommen. Der jüngste Vorschlag geht davon aus, dass die Wärmeenergie 30% bis 40% des Energiemix ausmachen wird und die Kernenergie rund 20%. Unterstützt wird dieser Wandel durch einen Fonds.
Chancen für Deutschland und Spanien
Deutsche Finanzinstitute und Technologieunternehmen haben Chancen, bei den Deals vorne dabei zu sein. Denn Sumitumo Mitsui, eine der größten Banken und Industrieunternehmen des Landes, und viele US-Institute aus der Net-Zero-Allianz ausgetreten sind und damit als Partner nicht mehr in Frage kommen. Mit einem Handelsvolumen von 45,8 Milliarden Euro ist Deutschland die Nummer 1 unter den EU-Handelspartnern für Japan, laut der dortigen AHK. Die Ingenieurleistung deutscher Produkte wird geschätzt. Die Vorsicht und Qualitätsanforderungen beider Länder sind ähnlich. 12.480 deutsche Unternehmen exportieren nach Japan, 730 haben eine Niederlassung in Japan, von denen 85 eigene Fertigungsstandorte dort haben.
In grünen Technologien sind die Deutschen weltweit führend, aber auch Spanien ist ein Markt, auf den Japan nun schaut. Das Land ist in der EU eines derer, die bereits einen Großteil ihrer Energie mit Erneuerbaren bestreiten und eine Expertise in Themen wie Solar- und Windenergie entwickelt haben.