Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
2554
Deutsche Maschinenhersteller profitieren vom globalen Wachstum und technologischen Fortschritten

Chancen im expandierenden Solarmarkt

Der deutsche Maschinenbau steckt seit Jahren in einer Krise. Aber es gibt Bereiche, die in den kommenden Jahren ein starkes Wachstum versprechen. Dazu gehören Maschinen zur Produktion von Solarzellen. in den nächsten zehn Jahren wird sich ihr Absatz vervielfachen.

Die Nachfrage nach Maschinen für die Produktion von Solarzellen wird sich in den nächsten zehn Jahren bis 2035 um das Zweieinhalbfache zunehmen. Von 2025 etwa 14 Mrd. Euro auf etwa 38 Mrd. Euro 2035 zunehmen. Das zeigt eine Studie, die im Auftrag von VDMA Services durchgeführt wurde. 

Ursache für den Solarboom ist, dass Strom in den meisten Ländern mit Solarzellen am günstigsten produziert werden kann. Zudem werden die Produktionskosten für Solarstrom weiter deutlich sinken. Denn die Zellen werden immer günstiger und leistungsfähiger. Derzeit ist die Herstellung von Solarzellen über alle Stadien der Lieferkette stark auf China konzentriert. Das Land hat etwa 80% der Produktionskapazität über die meisten der Produktionsschritte (Siliziumblöcke, Wafer, Zellen, Module).

Deutsche Hersteller noch stark bei den Produktionsmaschinen für Modukle

Bei den Produktionsmaschinen haben deutsche Hersteller noch immer eine recht gute Stellung und gute Aussichten. Trotz sehr hohem Konkurrenzdruck aus China. Die chinesische Solarindustrie wird in den nächsten Jahren von Konsolidierung geprägt sein. Die chinesische Staatsregierung will die Verluste der Branche eindämmen und verringert die Förderung stetig. Im neuen Fünfjahresplan taucht die Solarindustrie nicht mehr als strategische Industrie auf. 

Kunden weltweit sind der Ansicht, dass europäische Maschinen eine höhere Qualität, bessere Dokumentation, höhere Stabilität und langfristig mehr Leistungsfähigkeit bieten, als chinesische. Hinzu kommt, dass viele Länder, wie die USA, Indien, sowie Länder in Südost-Asien oder dem Mittleren Osten, eigene Produktionskapazitäten aufbauen. Sie suchen nach Alternativen zu chinesischen Lieferanten, um nicht in technische Abhängigkeit zu geraten.

Marktchancen durch neue Technologien

Technologischen Veränderungen bei der Art der Zellproduktion sorgen für neue Marktchancen. Backkontakt-, HJT-, oder Tandemzellen werden in den kommenden Jahren Marktanteile gewinnen. Bei Maschinen für Dünnschichtzellen sind deutsche Hersteller noch immer Weltmarktführer. 

Neue Marktchancen entstehen für Unternehmen, die Maschinen für Beschichtungen herstellen, Maschinen zur Verarbeitung von Silizium anbieten können, oder auch Software-Wissen haben, mit dem mehrere Maschinen zu einer Produktionsstraße integriert werden können. Denn die Solarhersteller fragen zunehmend Turnkey-Lösungen ab, also ganze Produktionsstraßen für Solarzellen, statt einzelner Maschinen für die Produktionsschritte.

Fazit: Deutsche Hersteller haben trotz chinesischer Konkurrenz gute Chancen, da weltweit Alternativen zu chinesischen Lieferanten gesucht werden. Mittelständische Unternehmer sollten auf Qualität, Innovation und Turnkey-Lösungen setzen, um von neuen Technologien und internationalen Marktchancen zu profitieren.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • BFH: Steuerfreiheit von Corona-Sonderzahlungen bestätigt

Corona-Sonderzahlungen bleiben steuerfrei

Der Bundesfinanzhof hat eine wegweisende Entscheidung zur Steuerfreiheit von Corona-Sonderzahlungen getroffen. Die ist für Unternehmen positiv.
  • Fuchs plus
  • Immobilien und Steuern: Wie Vermögende ihre Belastung reduzieren können

Immobilien: Steuerstrategien für Vermögende

Gerüchte über eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes werfen Fragen zur Steueroptimierung auf. Strategien wie die Immobilien-GmbH, Ehegattenschaukel und Einbringung in eine GmbH & Co. KG bieten Möglichkeiten zur Reduzierung der Steuerlast.
  • Fuchs plus
  • Firmenfahrzeug: Wann der Kostenabzug scheitert

Privat-Pkw auf Dienstreisen

Ein Arbeitnehmer nutzte seinen Privatwagen für Dienstreisen, obwohl ein Firmenwagen zur Verfügung stand. Kann er die Kosten dafür steuerlich geltend machen?
Zum Seitenanfang