Chancen im expandierenden Solarmarkt
Die Nachfrage nach Maschinen für die Produktion von Solarzellen wird sich in den nächsten zehn Jahren bis 2035 um das Zweieinhalbfache zunehmen. Von 2025 etwa 14 Mrd. Euro auf etwa 38 Mrd. Euro 2035 zunehmen. Das zeigt eine Studie, die im Auftrag von VDMA Services durchgeführt wurde.
Ursache für den Solarboom ist, dass Strom in den meisten Ländern mit Solarzellen am günstigsten produziert werden kann. Zudem werden die Produktionskosten für Solarstrom weiter deutlich sinken. Denn die Zellen werden immer günstiger und leistungsfähiger. Derzeit ist die Herstellung von Solarzellen über alle Stadien der Lieferkette stark auf China konzentriert. Das Land hat etwa 80% der Produktionskapazität über die meisten der Produktionsschritte (Siliziumblöcke, Wafer, Zellen, Module).
Deutsche Hersteller noch stark bei den Produktionsmaschinen für Modukle
Bei den Produktionsmaschinen haben deutsche Hersteller noch immer eine recht gute Stellung und gute Aussichten. Trotz sehr hohem Konkurrenzdruck aus China. Die chinesische Solarindustrie wird in den nächsten Jahren von Konsolidierung geprägt sein. Die chinesische Staatsregierung will die Verluste der Branche eindämmen und verringert die Förderung stetig. Im neuen Fünfjahresplan taucht die Solarindustrie nicht mehr als strategische Industrie auf.
Kunden weltweit sind der Ansicht, dass europäische Maschinen eine höhere Qualität, bessere Dokumentation, höhere Stabilität und langfristig mehr Leistungsfähigkeit bieten, als chinesische. Hinzu kommt, dass viele Länder, wie die USA, Indien, sowie Länder in Südost-Asien oder dem Mittleren Osten, eigene Produktionskapazitäten aufbauen. Sie suchen nach Alternativen zu chinesischen Lieferanten, um nicht in technische Abhängigkeit zu geraten.
Marktchancen durch neue Technologien
Technologischen Veränderungen bei der Art der Zellproduktion sorgen für neue Marktchancen. Backkontakt-, HJT-, oder Tandemzellen werden in den kommenden Jahren Marktanteile gewinnen. Bei Maschinen für Dünnschichtzellen sind deutsche Hersteller noch immer Weltmarktführer.
Neue Marktchancen entstehen für Unternehmen, die Maschinen für Beschichtungen herstellen, Maschinen zur Verarbeitung von Silizium anbieten können, oder auch Software-Wissen haben, mit dem mehrere Maschinen zu einer Produktionsstraße integriert werden können. Denn die Solarhersteller fragen zunehmend Turnkey-Lösungen ab, also ganze Produktionsstraßen für Solarzellen, statt einzelner Maschinen für die Produktionsschritte.