Chile kündigt eine höhere Kupferförderung an
Der Kupferpreis hat sich von seinem jüngsten Rekordhoch etwas entfernt. Doch für eine deutlichere Korrektur dürfte es noch zu früh sein. Zwar deuten die Einkaufsmanagerindizes aus China auf eine anhaltende Schwäche sowohl im Verarbeitenden Gewerbe als auch am Bau hin.
Viele Daten sprechen aber für eine höhere Kupfer-Nachfrage. Die Industrieproduktion im Reich der Mitte ist in den vergangenen zwölf Monaten weiterhin gestiegen. Zudem ist auf dem Kupfermarkt die Absenkung der US-Zölle noch nicht in der Umfrage berücksichtigt. Außerdem meldet die Statistikagentur Chiles für September eine weiter rückläufige Kupferminenproduktion. Last but not least enttäuscht auch die Metallproduktion mit einem schwächer als erwarteten Anstieg. Die Angebotssorgen auf dem Kupfermarkt dürften zunächst bestehen bleiben und die Kupferpreise tendenziell stützen.
Chile kündigt eine höhere Kupferförderung an
Auf der anderen Seite rechnet Chile mit einer Erholung der Kupferproduktion. Darauf deuten die Aussagen des Vorsitzenden des größten Kupferproduzenten Chiles, der staatlichen Coldelco, hin. Vor dem Hintergrund, dass die Produktion aufgrund eines Unfalls in der wichtigsten Mine des Unternehmens (El Teniente) erheblich beeinträchtigt wurde, wäre dies für uns aber eine Überraschung.
Bislang liegt die Minenproduktion des Landes, das im vergangenen Jahr 23% des globalen Kupfererzes gefördert hatte, insgesamt noch etwa 3% unter dem Vorjahresniveau. Sollte Coldelco tatsächlich seine Produktion in den kommenden Monaten merklich ausweiten können, dürfte dies die Sorgen um einen Rohmaterialmangel deutlich schmälern und den Kupferpreis drücken.
Fazit: Noch dominieren die Angebotssorgen das Handelsgeschehen. Der Preistrend weist trotz des jüngsten Rücksetzers, nach oben. Mit einem ungehebelten Kupfer-ETC (Beispiel ISIN: DE 000 PB8 C0P 8) können Anleger von steigenden Kupfernotierungen profitieren.