China baut einen Goldtresor in Saudi-Arabien
China intensiviert seine Bemühungen, die globale Dollar-Dominanz zu mindern. Das Land arbeitet mit Saudi-Arabien zusammen, um den Offshore-Yuan durch physische Goldlager im Ausland zu stärken. Ein geplanter Goldtresor in Riad könnte den Ölhandel über den goldgedeckten Yuan grundlegend verändern.
China forciert seine Bemühungen, der globalen Dollar-Dominanz etwas entgegenzusetzen. Das Reich der Mitte will nun seinen Offshore-Yuan durch physische Goldlager im Ausland erheblich stärken. Dazu soll es Vereinbarungen mit Saudi-Arabien geben. Das meldet die "South China Morning Post".
China baut Goldtresor in Saudi-Arabien
China und Saudi-Arabien wollen den Ölhandel über den goldgedeckten Offshore-Yuan neu organisieren. Beide Länder streben schon länger an, den Ölhandel nicht mehr allein in US-Dollar abzuwickeln. Für die Akzeptanz des chinesischen goldgedeckten Offshore-Yuan war bisher aber ein Problem, dass die chinesischen Goldreserven in Shanghai liegen und China strenge Kapitalverkehrskontrollen umsetzt. Die Garantie, Offshore-Yuan in Gold tauschen zu können, war daher unsicher.
Kern der neuen Überlegung ist, die Gold-Garantie zu stärken. Der Plan: China garantiert weiter die Lieferung von Gold gegen seinen Offshore-Yuan. Künftig soll das Gold zur Deckung dieser Ansprüche aber in Saudi-Arabien gelagert werden. Dafür will Peking einen Tresor in Riad bauen, so die Zeitung. Damit könnte Riad die Golddeckung (Lieferung) gegen den Offshore-Yuan garantieren.
Fazit: Die Struktur ist sinnvoll und dürfte die Attraktivität des Yuan deutlich stärken. Für den US-Dollar könnte das neue System zu einer erheblichen Konkurrenz werden. Zum US-Handelskrieg gesellt sich perspektivisch ein Währungskrieg zwischen China und den USA.