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E-Autos: China hat Vorsprung durch Technik

China dominiert Weltmarkt für E-Autos

Icon eines Autos umrundet von einem blau leuchtenden Kreis © Дмитрий Ногаев / Stock.adobe.com
China hat sich global eine führende Position bei E-Autos erarbeitet. Über die Hälfte der 2023 weltweit hergestellten und verkauften E-Autos kamen von dort. Auch bei den Innovationen hat das Land stark aufgeholt. Dieser Befund wird die EU darin bestärken, Strafzölle für chinesische Importe von E-Autos zu verhängen.

Die EU bekommt ein wichtiges Argument geliefert, Strafzölle gegen chinesische E-Autos zu verhängen. Das Reich der MItte liegt bei E-Autos inzwischen weltweit in führender Position. 60% aller 2023 produzierten und verkauften E-Autos kamen aus China. Insgesamt wurden 13,7 Mio. E-Autos und Hybride verkauft (+35% ggü. 2022). 2024 wird der weltweite Absatz von E-Autos und Hybriden laut Vorhersagen der Internationalen Energie-Agentur (IEA) um weitere 25% zunehmen. Deutliches Wachstum gibt es erstmals auch in vielen Schwellenländern Asiens (Indien, Thailand, Vietnam - allerdings von marginalem Niveau aus).

China hat inzwischen auch einen Vorsprung bei Innovationen

An der Dominanz Chinas wird sich so schnell nichts ändern. Den auch bei den Innovationen verschafft sich China einen Vorsprung. Bis 2021 war Deutschland die innovativste Auto-Nation. Auch auf diesem Feld hat China inzwischen eindeutig überholt. Das zeigt der Automotive Innovations Award des Center of Automotive Management aus Bergisch Gladbach (CAM). 

Auffällig dabei: Deutschland hat bei den Innovationen nicht nachgelassen, sondern sogar zugelegt. In China hat die Innovationskraft noch stärker zugenommen. Das Reich der Mitte erlangt auf dem Index eine Innovationsstärke von 45%, Deutschland von 23%. Hohe Punktzahlen erreicht China bei den Zukunftsthemen E-Mobilität, Software-definierte Fahrzeuge und Vernetzung. Immerhin sind die deutschen Hersteller weit besser positioniert als andere traditionelle Autonationen (BMW auf Platz eins, Mercedes Rang fünf und VW auf sechs).

EU-Zölle kommen im November

Die EU-Zölle sollen den chinesischen Herstellern auf dem europäischen Markt einen Dämpfer verpassen. Eine neue IfW-Studie zeigt, dass aufgrund der Zölle mit Importrückgängen von 42% zu rechnen ist. Die Preise in Europa sollen aber dennoch kaum steigen. Europäische Hersteller und Importeure werden die chinesischen Importe mit eigenen Angeboten ausgleichen können.

Die Zölle treten zwar am heutigen Donnerstag in Kraft. Sie werden aber erst Anfang November dauerhaft festgesetzt und müssen erst ab dann bezahlt werden. Bis dahin laufen noch Verhandlungen zwischen China und der EU. Dass China sich an den Verhandlungen beteiligt zeigt, dass es ein Handelskrieg vermeiden will. Da sich das Land immer stärker auf den Export stützt, und die USA ihren Markt verschlossen haben, bleibt nur die EU als reicher Handelspartner.

Fazit: Die globale Dominanz chinesische Autohersteller bei den E-Autos ist ein starkes Argument für die EU, Strafzölle zu erheben. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Zölle ab November erhoben werden, ist sehr hoch.
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