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Mercosur-Länder handeln viel weniger mit Europa

China jetzt wichtigster Handelspartner Südamerikas

Europa verliert Einfluß in Südamerika. Die EU ist nicht mehr der wichtigste Handelspartner der Südamerikaner. China baut auch hier seine Macht aus.

China hat die EU als wichtigsten Handelspartner der Mercosur-Staaten abgelöst. Noch im Jahr 2000 gingen nur 2% der Exporte aus den südamerikanischen Staaten nach China. 2018 waren es schon 22,1%. Bei den Importen in die Mercosur-Staaten liegt China noch knapp hinter der EU. Der verstärkte Handel mit China hat nicht zu einem steigenden Exportvolumen der südamerikanischen Länder geführt. Es kam zu einer Handelsverschiebung von Europa nach China. Der Export nach Europa schrumpfte in den vergangenen sechs Jahren um ein Viertel. 

China handelt verstärkt mit Südamerika

Gleichzeitig hat sich die Struktur der Exporte verändert. Während von den Exporten nach Europa immerhin 44% aus Industriegütern bestand, waren es nach China 88% Primärgüter, also landwirtschaftliche und Bergbauerzeugnisse. Wichtigste Handelspartner Chinas unter den Mercosur-Staaten sind Brasilien (27% der Exporte) und Uruguay (23%). Auch für Argentinien und Paraguay spielt China als Handelspartner eine viel wichtigere Rolle als vor 20 Jahren. 

Insgesamt hat die Mercosur dreißig Jahre nach der Gründung besonders die Erwartung, den Handel der Länder untereinander zu stärken nicht erfüllt. Zölle und andere Handelshemmnisse wurden nicht im selben Maß wie bei anderen Wirtschaftsbündnissen üblich abgebaut.   

 

Fazit: Der Aufstieg des Reichs der Mitte zeigt sich auch in den Handelsbeziehungen mit Südamerika. Europa verliert in Südamerika Einfluss, China wird mächtiger.

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