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Peking dreht den Öl-Hahn auf

China kurbelt Öl-Investitionen weiter an

China erhöht die Öl-Produktion. (c) Argus / Fotolia
Während sich der Westen von fossilen Energieträgern loslösen möchte, schraubt China seine Investitionen in die Öl-Förderung kräftig hoch. Die Gründe dafür liegen in der chinesischen "Stabilitätsagenda 2022" und im fernen Europa.
Die drei großen staatlichen chinesischen Öl- und Gasunternehmen (PetroChina, Sinopec und CNOOC) erhöhen deutlich ihre Investitionen in die Ölförderung. Geplant sind Ausgaben in Höhe von 530 bis 540 Mrd. Yuan (83,33 bis 84,91 Mrd. US-Dollar). Es ist der höchste Wert seit 2014, im Vergleich zu 2021 beträgt die Steigerung 6,3%. Die Fördermenge soll in diesem Jahr laut Vorgaben aus Peking bei mindestens 200 Mio. t Rohöl liegen. Im vergangenen Jahr waren es 198,98 Mio. t. Chinas Premierminister Li Keqiang bezeichnete in seiner Ansprache vor dem Nationalen Volkskongress im März die Ausweitung der Öl-Förderung als Schlüsselelement der chinesischen „Stabilitätsagenda“ für 2022.

Hintergrund der steigenden Fördermengen sind die hohen Energiepreise und die chinesische Import-Abhängigkeit. Im vergangenen Jahr kosteten die Öl-Importe China 253 Mrd. US-Dollar. Laut Hui Shan, Chinas Chefökonom bei Goldman Sachs, würde sich ohne ein Gegensteuern Pekings Öl-Rechnung in diesem Jahr verdoppeln.

Fazit: Pekings Energiepolitik konterkariert die vornehmlich europäischen Klimaschutz-Anstrengungen. Das Reich der Mitte will ab 2030 seine CO2-Emissionen senken, nimmt aber vorher nochmal einen kräftigen Schluck aus der Öl-Kanne.

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