Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
2225
Die Kunst der Collage auch für Anleger interessant

Collagen auf dem Kunstmarkt

Zu den neueren Techniken in der Bildenden Kunst zählen zweifellos die Collagen. Sie stehen mittlerweile für ein eigenständiges Segment innerhalb des Kunstmarktes. Im Kunstmarkt werden sie zunehmend interessanter.

Collagen zählen zu den neueren Techniken der Bildenden Kunst und stehen für ein eigenständiges Segment innerhalb des Kunstmarktes. Ab 1900 beschäftigten sich die Künstler Georges Braque und Pablo Picasso erstmals damit Papierstückchen und andere Materialien in neuer Form zusammen zu führen. Namenstiftend für diese Technik ist das Material Leim (colle griech.).

Diese Klebebilder sind fantasievoll und können auch andere Werkstoffe wie Holz, Tapeten, Perlen, Fotos etc. einbinden. Übermalungen mit diversen Malmaterialien sind ebenso möglich. Insgesamt sind dem Künstler bei der Gestaltung kaum Grenzen gesetzt. Dies reizte viele Künstler sich in dieser Technik zu versuchen.

Die Zeit prägt die Kunst

In den Collagen drückt sich die künstlerische und zeitliche Verortung des Machers aus. Besonders während der Zeit des Kubismus, Dadaismus, Fluxus oder auch im Surrealismus fand die Collage große Anerkennung. Zu den bedeutendsten Künstlern zählen u.a. Georges Braque, Salvator Dali, Josef Beuys oder auch Yoko.

Die Technik des Zusammenfügens von Fragmenten zu neuen Kunstwerken hat mittlerweile auch in anderen Künsten Eingang gefunden. In Musik, Film und Literatur sind mit Collagetechnik entstandene Kunstwerke nicht mehr wegzudenken. Hier heißen die Ergebnisse dann: Medley, Remix, Samplings etc.

Künstler mit Investitionspotenzial

Albert Wigand (1890-1978) zählte zu den bedeutendsten Ostdeutschen Vertretern unter den Collagisten. Besonders postum wurden seine Kunstwerke gewürdigt. Auf Auktionen sind gelegentlich Collagen zu finden. Die Preisspanne liegt meist zwischen wenigen hundert Euro bis zu mittleren vierstelligen Beträgen. Manfred Pietsch (1936-2015), ein weitgehend unbekannter Berliner Collagist, hat ebenfalls spannende Werke erstellt, die auf dem Kunstmarkt aussichtsreich sind. Außerdem zählt Hannah Höch zu den großen Künstlerinnen der jüngsten Vergangenheit (1889-1978). Ihre Fotocollagen kosten meist zwischen 1000 bis 50.000 €. Zahlreiche Sammler und Museen zählen zu den Käufern. Die Preise waren über die letzten 20 Jahre erstaunlich stabil geblieben. Erfreulich ist der Rückgang der Zahl unverkaufter Lose auf Auktionen auf ca. 15%.

Ausstellungsempfehlungen

Ahrenshoop, Kunstmuseum (bis 30. März 2025)

  • Künstlerkolonie Nidden

 

Frankfurt/Main, Staedel-Museum (bis 12. Januar 2025)

  • Fantasie und Leidenschaft Zeichnen von Carraci bis Bernini

 

Saarbrücken, Saarlandmuseum – Moderne Kunst (bis 31. Dezember 2024)

  • Bilder / Schicksale Provenienzforschung und Entartete Kunst

 

Berlin, Bröhan-Museum (bis 16. Februar 2025)

  • Design für Kinder 
Fazit: Die Kunstwerke von Wigand sind aktuell noch deutlich unterbewertet und hat Steigerungspotential. Ähnliches gilt für Manfred Pietsch. Aktuell besonders interessant sind die Kunstwerke von der Fotocollagistin Hannah Höch, die regelmäßig auf Auktionen zu finden sind. Ihre Collagen zählen zu den bekannteren Objekten im Marktsegment und sind preislich im oberen Bereich einzuordnen.
Neueste Artikel
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 19: Aktive Akzente in ruhigem Marktumfeld

Spiekermann & Co. dominiert mit Rotation, DGK überzeugt mit Struktur

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Im Performance‑Projekt 9 (Stiftungsportfolio) reicht eine Handvoll Transaktionen aus, um deutliche Unterschiede zu erzeugen. Während das Benchmarkdepot vollständig passiv bleibt, greifen einzelne Vermögensverwalter gezielt ein. Struktur, Risikoappetit und selektiver Handel prägen die Woche. Konkrete Umschichtungen im sechsstelligen Bereich entscheiden über Out‑ und Underperformance – und machen Projekt 9 zu einem Lehrstück moderner Vermögenssteuerung. Erfahren Sie hier mehr.
  • Wochenbericht zu Projekt VIII in KW 19: Strukturqualität im Stresstest

Kaiser Partner, Spiekermann & Co. und DGK setzen sich vorne ab

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Im Performance‑Projekt 8 (vermögensverwaltende Fonds) entscheidet nicht das Timing, sondern die Architektur der Portfolios. Alle Vermögensverwalter verzichten vollständig auf Wertpapiertransaktionen – und dennoch öffnen sich klare Leistungsunterschiede. Während das Benchmarkdepot marktgetreu und stabil verläuft, nutzen einzelne Häuser ihre strategische Aufstellung deutlich besser. Wer mehr Rendite erzielt, zahlt mit höheren Schwankungen. Wer maximale Ruhe sucht, bleibt zurück. Lesen Sie hier.
  • Wochenbericht zu Projekt VII: Bewegung, Mut und Momentum im Private Banking

Gewinner der Woche: Kaiser Partner und A&Q setzen sich vom Feld ab

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Im Performance‑Projekt 7 (Private-Banking) nutzt ein Teil der Vermögensverwalter die Marktphase konsequent aus. Während das Benchmarkdepot ohne jeden Eingriff von der positiven Marktentwicklung profitiert, erzielen einzelne Häuser durch gezielte Allokationsentscheidungen deutlich höhere Vermögenszuwächse. Auffällig ist dabei: Sowohl aktives Handeln als auch disziplinierte Untätigkeit führen zu Outperformance. Der Unterschied liegt im Risikoprofil – und in der Qualität der Entscheidungen.
Zum Seitenanfang