Der Kupferpreis ist im Aufwind
Der Kupferpreis ist seit rund drei Wochen wieder im Aufwind. Er dürfte schon bald sein Jahreshoch anpeilen. Denn die Angebotsaussichten auf dem Kupfermarkt engen sich weiter ein.
Im Vormonat März zählte das rot schimmernde Industriemetall noch zu den größten Verlierern, was zum einen daran liegt, dass Kupfer als besonders zyklisch bzw. als Konjunkturbarometer gilt. Auf der anderen Seite gab es jedoch auch fundamentale Gründe für die schwache Preisentwicklung. So sind die Lagerbestände an der Londoner Metallbörse LME seit Mitte Januar deutlich gestiegen und liegen derzeit auf dem höchsten Niveau seit 2018.
Schwächelnde Produktion im Hauptangebotsland
Zusätzlich drückten Nachrichten aus Panama auf den Kupferpreis. Hier erlaubt die Regierung demnächst den Abverkauf der Lagerbestände eines Bergbauunternehmens, dessen Kupfermine im Jahr 2023 geschlossen wurde. Darüber hinaus will die Regierung in den kommenden Monaten entscheiden, ob der Betrieb dieser Mine wieder aufgenommen werden könnte. Eine Entscheidung darüber wird bis Juni erwartet. Zwar hatte die Schließung der Mine infolge von Protesten seitens der Bevölkerung den Kupfermarkt damals empflindlich getroffen und die Sorgen um einen Rohmaterialmangel verstärkt. Doch mit einem Anteil an der weltweiten Minenproduktion von geschätzt 2“ dürfte eine Wiedereröffnung nur begrenzte Entlastung bringen.
Deutlich schwerer wieg derweil, dass die Minenproduktion im wichtigsten Kupferproduzentenland Chile schwächelt. Im Februar sank die monatliche Produktion auf das niedrigste Niveau seit 10 Jahren. Dies spricht dafür, dass sobald die aktuellen Konjunktursorgen nachlassen, die Angebotssorgen langfristig das Ruder wieder übernehmen und den Preis nach oben schieben.
Fazit: Nach dem Rücksetzer im März dreht der Kupferpreis wieder nach oben.
Empfehlung: Mit einem ungehebelten Kupfer-ETC (Beispiel ISIN: DE 000 PB8 C0P 8) können Anleger an steigenden Kupferpreisen partizipieren.