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Politik schafft neue Unsicherheiten

Der Ölpreis stößt vorläufig an die Decke

Das lief ja gerade wie geschmiert: Nachdem die Abnahme von Öl zeitweise Geld eingebracht hatte (wenn auch nur sehr kurz am Spotmarkt), ging es nun kräftig aufwärts. Doch neben der anziehenden Konjunktur bestimmen plötzlich wieder ganz andere Faktoren die Perspektiven.

Die Rally am Ölmarkt läuft so langsam aus. Ende April sackten die Ölnotierungen angefacht durch Panikverkäufe und Nachfragesorgen zwischenzeitlich unter die Marke von 10 US-Dollar je Barrel. Der damals aktuelle Liefermonat brach sogar in den negativen Preisbereich ein. Inzwischen hat sich der Preis für leichtes US-Öl der Sorte WTI (West Texas Intermediate) wieder über die 30-Dollar-Marke geschraubt. Doch hier gerät der jüngste Preisanstieg ins Stocken.

Grund für die neuerliche Vorsicht am Ölmarkt sind die wieder zunehmenden Spannungen zwischen den USA und China. Am Aktienmarkt werden diese zwar noch ignoriert; an den Rohstoffmärkten steigt hingegen die Risikoaversion bereits wieder an. So sieht US-Präsident Donald Trump die Zukunft des Finanzstandorts Hongkong durch Chinas Pläne für ein neues Sicherheitsgesetz gefährdet. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, sagte am Dienstag, Trump sei verärgert über Chinas Vorgehen. Es sei schwierig zu erkennen, wie Hongkong ein Finanzzentrum bleiben könne, wenn China die umstrittenen Pläne vorantreibe. US-Außenminister Mike Pompeo sprach in diesem Zusammenhang bereits wieder von möglichen neuen Sanktionen gegen chinesische Beamte und Firmen.

Unsicherheitsfaktor Russland

Daneben richtet sich die Aufmerksamkeit der Öl-Händler auf das anstehende Treffen der OPEC+-Staaten. Es ist für den 9. und 10. Juni geplant. Vor allem Russland könnte erneut über eine mögliche Ausweitung der Förderbeschränkungen diskutieren wollen. Zwar hat der Kreml einer Förderkürzung im Mai und Juni um 2,5 Mio. Barrel pro Tag zuletzt zugestimmt. Doch weitere Kürzungen will Moskau von der Entwicklung des Ölpreises abhängig machen. Angesichts der Markterwartung, dass die Ölnachfrage in den kommenden Wochen und Monaten weiter steigt, könnte sich Russland somit gegen weitere Förderkürzungen aussprechen.

Fazit: Nach dem deutlichen Anstieg der Ölpreise seit Mitte Mai trifft die Rally nun auf erste Widerstände.

Empfehlung: Wer unserer Kaufempfehlung Ende April gefolgt ist, sichert nun Kursgewinne durch Teilverkäufe und/oder einem Stopp knapp unterhalb der 20 US-Dollar-Marke ab. Das entsprechende Öl-ETC hat die ISIN: DE 000 PB6 R1W 7).

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