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Pandemie stärkt die Zahlungsdisziplin

Deutsche Unternehmen agieren vorsichtiger

Die Corona-Pandemie überlagert aus Sicht der deutschen Unternehmen derzeit alle anderen Krisen. Die Wirtschaft fährt im Krisenmodus - und verhält sich dabei disziplinierter als in den Vorjahren.

Die Zahlungsdisziplin der deutschen Unternehmen hat sich deutlich verbessert. Während 2019 noch 85% der deutschen Unternehmen über Zahlungsverzögerungen klagten, liegt der Wert aktuell bei 58%. Das geht aus einer Erhebung des Kreditversicherers Coface hervor.

Dennoch: Die deutschen Unternehmen agieren 2020 vorsichtiger. Die Autoren der Studie stellen fest, dass im Jahr 2020 nur noch 62% der deutschen Unternehmen ihren Kunden Zahlungsziele anboten. Im Jahr 2019 lag der Wert noch bei 81%.

Unterschiedliches Bild nach Branchen

Nach Branchen aufgeschlüsselt, zeigt sich allerdings ein sehr unterschiedliches Bild. In der Chemie- und Pharmabranche warten die Unternehmen eine Woche weniger auf ihre Zahlungen als noch 2019. Beim Transport beträgt der Rückgang 22 Tage weniger als noch vor einem Jahr. In den Sektoren Automobil und IT verzeichnet Coface entgegen des Trends einen deutlichen Anstieg bei der Überziehung von Zahlungsfristen. Im Durchschnitt warten Unternehmen in der Automobilbranche bis zu 14 Tage länger auf Zahlungen im Vergleich zu 2019. In der IT Branche liegt der Wert bei 20 Tagen.

Bei der Kriseneinschätzung der Unternehmen wird derzeit alles von der Corona-Pandemie überlagert. Die in den Vorjahren oft genannten Risiken wie der Brexit oder der Handelskrieg werden zudem nach wie vor genannt. Sie erscheinen im Vergleich zur Corona-Pandemie aber beinahe marginal für die deutschen Unternehmen.

Fazit: In der Not hält man das Geld zusammen. Genau das sehen wir gerade bei deutschen Unternehmen. Die Unternehmen drängen auf Sicherheit. Das kommt der Zahlungsdisziplin zugute.

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