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E-Autos: Hohe Förderungen in europäischen Ländern

Deutschland: E-Auto-Wachstum ohne Subventionen

Deutschland hebt sich im europäischen E-Automarkt ab: Trotz geringer staatlicher Förderung gibt es einen starken Anstieg bei Neuzulassungen von E-Autos. Das wirft auch ein Schlaglicht auf die neuen geplanten Förderungen.

Deutschland ist auf dem europäischen Markt für E-Autos gerade eine Ausnahme. Im Gegensatz zu anderen Ländern nimmt die Zahl der Neuzulassungen von E-Autos hierzulande deutlich zu - und das bei nur geringer Förderung.

Deutschland: Hohe Nachfrage nach E-Autos ohne Subventionen

Im dritten Quartal 2025 stiegen die Neuzulassungen von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben um 45% gegenüber dem Vorjahreszeitraum (Plug-In-Hybride +82%). Reine Batterie-Autos erreichten einen Anteil an den Neuzulassungen von 19%. Der Anteil am gesamten Pkw-Bestand ist mit 3,3% weiterhin deutlich geringer.

Die staatliche Förderung in Deutschland beschränkt sich derzeit auf Kfz-Steuerbefreiungen bis 2035. Im Durchschnitt  spart das rund 300 Euro pro Jahr. Für elektrische Dienstwagen gilt weiterhin der Vorteil, dass nur ein Viertel des Listenpreises als geldwerter Vorteil versteuert wird.

Hohe Förderungen für E-Autos in Europa

Die Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen ist in Europa ebenfalls deutlich gestiegen. Die größten Märkte bleiben Deutschland, Großbritannien und Frankreich, gefolgt mit Abstand von Spanien und Italien. In den fünf Ländern erreichten reine E-Autos in den ersten neun Monaten des Jahres einen Rekord-Anteil an den Neuzulassungen von 16% (Verbrenner 38% Marktanteil).

In vielen europäischen Ländern stützen staatliche Kaufanreize aber weiter den Absatz. Großbritannien gewährt bis zu 4.300 Euro Zuschuss pro Fahrzeug für Privatkäufer. Italien bot im Oktober sogar bis zu 11.000 Euro Förderung je E-Auto – die Mittel waren binnen eines Tages ausgeschöpft. Spanien verlängerte sein Programm Moves III bis Ende 2025. Käufer erhalten eine Steuergutschrift von 15%, maximal 7.000 Euro, für Auto und Wallbox. Frankreich hat die Förderung nach Einkommen gestaffelt. Geringverdiener bekommen bis zu 4.000 Euro, wohlhabendere Haushalte bis 2.000 Euro.

Modelle und Marken als Absatztreiber

Getrieben wird der Aufschwung vor allem durch neue Modellgenerationen – insbesondere aus dem VW-Konzern.
Europaweit führten im ersten Halbjahr Tesla Y, Renault 5, VW ID.3, VW ID.4, VW ID.7, Citroën C3, Skoda Elroq, Skoda Enyaq, BMW iX1 und Tesla 3 das Ranking an. In Deutschland liegt der VW ID.7 mit 25.096 Neuzulassungen bis Ende September auf Platz eins, gefolgt von ID.3, ID.4, Skoda Enyaq, Skoda Elroq, Cupra Born, Mini Cooper Electric, Tesla Y und Audi Q4 e-tron.

Die Rabatte fallen bei Elektroautos inzwischen geringer aus als bei Verbrennern. Nach Angaben des Autoanalysten CarFuture lag der durchschnittliche Nachlass im August 2025 bei 17,8% für E-Autos (18,7% für Benziner).

Fazit: E-Autos werden in Europa weiterhin stark gefördert, in Deutschland scheint das nicht mehr nötig. Die von der Regierung angedachte neue Subventionierung von E-Autos scheint daher nicht nötig, dürfte nur teure Mitnahme-Effekte auslösen.

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