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Ein Rosenmontags-Beitrag zum Ausbau des 5G-Netzes

Deutschland im Wettbewerb

Heute ist Karneval. Da sollte man nicht alles so ernst nehmen. Oder doch? FUCHSBRIEFE Chefredakteur Ralf Vielhaber beschreibt in einer Glosse seine Erwartungen für das 5G-Mobilfunknetz in Deutschland.

Vergangene Woche war ich in der Schweiz. Dort liefern sich Sunrise und Swisscom einen Wettlauf, wer schneller ist bei der Einführung des 5G-Standards, der schnelles Internet übers Smartphone garantiert.
Gestartet bin ich von Berlin Tegel. Dem Noch-Hauptstadt-Flughafen. Dort hatte ich Mühe, unsere Homepage aufzurufen. Das muss noch 3G-Standard sein. Oder es stand jemand auf der Leitung. Ich habe kurzerhand meinen Privat-Account (LTE) verwendet. In Zürich brauche ich das nicht. Dort nutze ich problemlos schnelles Internet im Flughafen und im Hauptbahnhof.
Auch in Deutschland soll es 5G geben. Irgendwann. Erst mal werden sich Anbieter und Regulierer vor Gericht treffen. Ob die Vergabe der Funkfrequenzen also wie geplant am 19. März stattfindet?
Den weiteren Fortgang kann ich mir schon lebhaft vorstellen. Nach drei Jahren ist die Situation rechtlich geklärt. Wir bekommen 5G. Flächendeckend. Die vier Firmen, die den Zuschlag erhalten haben, legen jetzt richtig los. Ganz viele neue Antennen, überall. Die Schlagzeilen lauten: „Endlich – ganz Deutschland streamt."
Inzwischen sind die ersten Gesundheitsstudien zu 5G erschienen. Gewarnt wird vor der hohen Strahlenbelastung durch das energieintensive Netz. Die EU führt Grenzwerte ein. Der Gesundheitsschutz geht vor. Die Deutsche Umwelthilfe klagt erfolgreich und verlangt eine deutliche Reduktion der Strahlenbelastung.
Die Anbieter drosseln nolens volens den Output an den Antennen. Die Handy-Dauer-Nutzer gehen auf die Barrikaden. „Keine Geschwindigkeitsbegrenzung im Internet!", lautet ihr Schlachtruf. Sie versammeln sich jeden Montag in schwarzen Westen vor dem Kanzleramt.
Ich fliege mal wieder in die Schweiz. Diesmal vom BER aus. Der „neue" Flughafen hat provisorisch eröffnet. Tegel musste derweil schließen. Weil der BER aber noch nicht ganz fertig ist, gibt es gerade überhaupt kein WLAN am Flughafen. Ich nutze meinen privaten Account. Nach einer Stunde lande ich in Zürich Kloten. Lese die Schlagzeilen. Dort beschäftigt man sich bereits mit der Einführung von 6G.
Ein kräftiges Helau und Alaaf auf die Zukunft, Ihr

Unterschrift Ralf Vielhaber

Links

https://www.fuchsbriefe.de/finanzen-wirtschaft/konjunktur-branchen/verz%C3%B6gerung-durch-klagen-


https://www.fuchsbriefe.de/vermoegen/aktien/5g-sorgt-f%C3%BCr-neue-wachstumsphantasien

 

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