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ifo-Institut senkt Konjunkturprognosen

Deutschland in der Unsicherheits-Stagnation

Deutschlands Wirtschaft wird in den nächsten Jahren kaum wachsen. Das prognostiziert nun auch das ifo-Institut. Wie andere Beobachter auch bemängelt das Institut die schlechten Rahmenbedingungen am Standort. Unser Blick auf die unterschiedlichen Konjunkturanalysen und die Entwicklungen in den Brachen zeigt: Die größten Problem für die Unternehmen sind die anhaltende Unsicherheit und erratische politische Entscheidungen.

Deutschlands größtes Problem für die Wirtschaft ist die dauerhafte, vor allem politische, Unsicherheit. Das ist unsere Erkenntnis aus den jüngsten Konjunkturprognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute. Bestätigt wird das durch die Krisen-Meldungen von VW, aber auch von ThyssenKrupp.    

Anämisches Wirtschaftswachstum voraus

Die Konjunkturprognose des ifo-Instituts lieferte heute (Donnerstag) den jüngsten Beleg. Für das laufende Jahr hat ifo seine Wachstumserwartung auf Null reduziert. Im Jahr 2025 wird mit einem BIP-Wachstum von 0,9%, für 2026 mit 1,5% gerechnet. 

Mittelfristig fehlen Deutschland aber die Wachstumsperspektiven. Das Potenzialwachstum wird sich auf magere 0,5% abschwächen. Die Konjunktur wird sich in den kommenden Jahren um die Nulllinie bewegen. Dabei wird es immer wieder zu technischen Rezessionen kommen. Geschuldet ist das dem strukturellen Umbau der Wirtschaft von einer Industrie- zu einer Dienstleistungs-Ökonomie. Verstetigt wird das durch den demografischen Wandel.  

Unsicherheit schlägt auf Verbraucher durch

Die grundlegenden Probleme für die meisten Unternehmen sind aber eine anhaltende Unsicherheit und erratische politische Entscheidungen. Das zeigt der langfristige Blick von ifo. Schon seit 2019 haben die Unternehmen nur noch in sehr geringem Umfang investiert. Die Corona-Krise, der Ukraine-Krieg, die wachsende Konkurrenz aus China, auf die mit Sanktionen reagiert wird, machen strategische Planungen schwierig.

Insbesondere sich schnell ändernde politische Rahmenbedingungen sind für die Unternehmen ein Problem. Das ist auch eines der Hauptprobleme, an dem VW seit Jahren zu beißen hat. Schon seit Jahren verschärfen die EU und Deutschland die Anforderungen. Der Wechsel zu E-Mobilität wurde politisch forciert, aber mit Subventionen gestützt. Das Verbrenner-Verbot hat - zumindest für Europa - eine Ära beendet. Dann allerdings wurden Subventionen reduziert (jetzt sollen sie gerade wieder für Dienstwagen erhöht werden). Eine Rücknahme des Verbrenner-Verbots wird ebenfalls debattiert. 

Deutschland in der Unsicherheits-Stagnation

Ein ähnliches Hin und Her gibt es auch in anderen Branchen. Beispiele liefert der Atom-Ausstieg, die Energiewende mit ihren wechselnden Schwerpunktsetzungen und Subventions-Anläufen (Stichwort Wärmepumpe). Auch der politisch forcierte - und im internationalen Kontext überzogene Alleingang beim Umweltschutz - macht den Unternehmen das Leben schwer. Davon betroffen sind z.B. ThyssenKrupp, aber auch die Chemie-Industrie. Das schlägt letztlich auf die Verbraucher durch. Die beginnen zu sparen (Ruhestand) und verschieben Investitionen (Häuser, Autos usw.). 

Fazit: Mit verlässlichen Rahmenbedingungen lassen sich auch schwierige Zeiten meistern. Deutschlands größtes Standortproblem ist darum die unstete Politik, die keiner strategischen und langfristigen Linie folgt. Diese Unsicherheit strahlt auf Unternehmen und Verbraucher zurück und bremst das Wachstum aus. Das führt zu einer Unsicherheits-Stagnation.
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