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Wirtschaftliche Spätfolgen von Corona

Deutschlands geteilte Wirtschaft

Allmählich werden die langfristigen ökonomischen Folgen der Corona-Pandemie absehbar. Die Perspektiven für Deutschland und Europa sind dabei eher trübe. Deutschlands Wirtschaft spaltet sich zunehmend.

Die führenden deutschen Wirtschaftswissenschaftler haben beim heutigen ifo-Leibnitz-Wirtschaftsgipfel ein schwarzes Bild für Europa und Deutschland in der Corona-Krise gemalt. Insbesondere ist die Einigkeit der Experten groß, dass Europa im Vergleich zu den USA und vor allem China im internationalen Wettbewerb massiv zurückfällt.

Das Reich der Mitte dürfte im laufenden Jahr einen BIP-Zuwachs von 8% erreichen. In den USA wird ein Plus von 4,5% erwartet – und jetzt kommt noch das 1,9 Mrd. Dollar schwere Biden-Paket hinzu.

Umsätze perdu

Für Deutschland hat diese Medaille zwei Seiten: Der Export wird boomen, die außenorientierte Industrie wird gute Zahlen liefern. Aber der innerdeutsche Dienstleistungssektor, Gastronomie und Hotels, aber auch der Konsum, werden noch Monate lang leiden. Der Ausfall der Wertschöpfung beträgt etwa 3 Mrd. Euro – pro Woche Und auch darin sind sich die Wirtschaftsforscher einig: Viele der hier ausgefallenen Umsätze werden nicht wieder aufgeholt.

Fazit: Es gibt drei große Entwicklungen, die langfristig wirken. Es wird eine große Zahl von Insolvenzen geben und es stellt sich die Frage, warum Menschen angesichts der politischen Risiken überhaupt noch Unternehmer werden sollten. Europa und Deutschland werden über Jahre ein flaches und geteiltes BIP-Wachstum haben. Es wird eine starke gesellschaftliche Polarisierung geben und Verteilungskonflikte werden zunehmen.
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