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Ausbau der Kapazitäten dauert

Die extreme Chip-Knappheit wird noch eine Weile anhalten

Die extreme Chip-Knappheit wird noch eine Weile anhalten. Copyright: Pexels
Stillstehende Bänder, Lieferschwierigkeiten – vor allem die Autoindustrie leidet unter der akuten Knappheit elektronischer Bauteile. So schnell lässt sich das auch nicht ändern. FUCHSBRIEFE nennt die Gründe.

Die extreme Knappheit an Computer-Chips wird erst Mitte 2022 enden. Elektronische Chips sind heute in jedem Auto, jedem Computer und unzähligen anderen Geräten zu finden. Drei Entwicklungen kommen zusammen: Gewichtiger Grund sind die (handels-)politischen Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und China. Aber es mangelt auch überall an Kapazitäten. Und die Nachfrage steigt. Autohersteller wie General Motors und Volkswagen mussten bereits temporär Fertigungsbänder für ihre Fahrzeuge stilllegen.

Hintergrund: Im Zuge der Lockdowns in zahlreichen Ländern haben die Autoproduzenten und andere Unternehmen kurzerhand die ausstehenden Bestellungen für Chips storniert oder zumindest kräftig zusammengestrichen.  Als dann die Produktion wieder anlief, wollten diese Kunden ihre alten Aufträge wieder aufleben lassen. Das ließen die Chips-Produzenten aber nicht zu. Die ehemaligen Stammkunden rückten ans Ende der Bestsellerlisten. Dem versuchen sie nun über zusätzliche Großbestellungen zu entgehen. Aber auch da machen die Chip-Produzenten nicht mit.

Ausbau der Kapazitäten dauert

Die Folge: Weltweit werden die Kapazitäten zur Chip-Fertigung massiv ausgebaut. Das aber ist teuer und nicht über Nacht zu machen. Denn auch die Maschinenlieferanten sind voll ausgebucht.

Am stärksten betroffen sind die Vereinigten Staaten. Sie haben allein einen Bedarf von rund 30% aller weltweit hergestellten Elektro-Chips. Als Hersteller sind die USA international aber ein Nonvaleur. US-Präsident Joe Biden hat deshalb kürzlich ein staatliches Finanzierungsprogramm für neue Chip-Entwicklungen und Produktionskapazitäten in den USA über 50 Mrd. Dollar angekündigt.

Fertigung vor allem in China

Mit weitem Abstand größter Chip-Produzent ist die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC). Sie produziert aber großenteils in der Volksrepublik China. TSMC baut seine Anlagen für 2,87 Mrd. Dollar aus, Intel sogar um 3,5 Milliarden Dollar. Bis sich das aber in einem wesentlich größeren Chip-Ausstoß niederschlägt, wird schon ein Großteil des kommenden Jahres verstrichen sein.

Fazit: Alle Firmen, die Chips für ihre Produktion benötigen, müssen sich auf regelmäßige Engpässe einstellen.

Interessant ist die überragende Stellung der taiwanesischen Industrie, die aber zum großen Teilen in China produziert.

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