Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1020
Globaler Einkauf

Die fünf häufigsten Zollfallen

Beim Thema Zollmanagement haben viele Firmen Nachholbedarf. Fehler kosten Zeit und Geld. Es drohen Strafen. Wir zeigen, wie Sie sich wappnen können.

Unternehmen geraten beim Zoll immer wieder in die Bredouille. Gerade in China bleiben Sendungen nicht selten lange im Zoll hängen. Zuweilen geschieht dies aus purer Willkür – bis jemand vor Ort einen „Aufpreis“ für die Auslöse zahlt. Oder der chinesische „Beamte“ beanstandet Kleinigkeiten; das kann ein uriger Bierkrug sein, der Ihrer Lieferung beigegeben wurde und den der „Beamte“ gerne selbst hätte.
Abhilfe ist relativ einfach. Es gilt, möglichst korrekt zu verpacken und zu verzollen, um keine Angriffspunkte zu liefern. Wir nennen Ihnen fünf Stolperfallen und wie Sie diese am besten vermeiden:

  1. Falsche Tarifierung: Sind Sendungen nicht ausreichend zugeordnet, folgen Nachzahlungen oder überhöhte Zollaufwendungen. Sorgen Sie für eine korrekte Beschreibung hinsichtlich Material, Beschaffenheit und Verwendungszweck.
  2. Nachzahlungen, überhöhte Zölle: Pflegen Sie Stammdaten laufend. Falsch angegebene Warentarifnummern führen zu überhöhten oder zu niedrigen Zollzahlungen. Unternehmen können nachträglich durch einen Nacherhebungsbescheid zur Zahlung verpflichtet werden.
  3. Fehlende Angaben: Meist sind es fehlende Rechnungsangaben zu vereinbarten Lieferbedingungen; fehlende/falsche Angaben zu Stückzahlen; Intransparenz hinsichtlich des Gesamtpreises/des Gesamtwertes der kompletten Sendung, inklusive der Angaben zur ursprünglichen Rechnungswährung; fehlender Zollwert für kostenlos gelieferte Waren.
  4. Fehlerhafte Ursprungszeugnisse: Bei Zweifeln am Warenursprung droht die Ungültigkeitserklärung durch die Behörden. Daraufhin kann die Nacherhebung von Zöllen und Einfuhrumsatzsteuer folgen.
  5. Mittäterschaft: Sie gelten als Zollschuldner, sobald sie an der Einfuhr einer Ware beteiligt sind – und zwar bis die Eingangsabgaben gezahlt sind oder die Ware die EU wieder verlassen hat. Also kann auch die indirekte Beteiligung einer Steuerhinterziehung oder -gefährdung bußgeld- und strafrechtlich relevant werden. Bei verzweigten Lieferketten können Sie schnell zum Tatbeteiligten werden.

Fazit: Checken Sie regelmäßig Ihre Prozesse. Das kann viel Geld und Nerven sparen helfen.

Hinweis: Sie können auch Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter durch eine Zollmanagement-Software handlungssicher machen. Dann können Sie eine Datenbank aller gängigen Artikel mit Stammdaten und den jeweils zu verwendenden Zolltarifnummern anlegen. Auf Anfrage geben wir Ihnen eine Liste mit entsprechenden Dienstleistern an die Hand (Stichwort: Zoll).

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Strukturwandel bewältigt

Essen bietet Investitionschancen

Essen hat den Strukturwandel gut bewältigt. Besonders als Verwaltungsstadt, in der viele große Unternehmen ihren Sitz haben, bietet die Stadt viele gut bezahlte Arbeitsplätze. Der Südteil der Stadt bietet viele Grünanlagen und zieht Einwohner an.
  • Fuchs plus
  • Betriebsräte können Personalakten nur mit Zustimmung der Arbeitnehmer einsehen

Personalakte ist auch für den Betriebsrat tabu

Elektronische Personalakten sollen dabei helfen, den Verwaltungsaufwand zu verringern und zu beschleunigen. Ganz praktisch ist dann, wenn bei mitbestimmungspflichtigen Vorgängen auch der Betriebsrat einen unmittelbaren Zugang zur Personalakte hat. Aber lässt sich das mit den Persönlichkeitsrechten des Beschäftigten überhaupt vereinbaren?
  • Fuchs plus
  • EU-Projekt soll Digitalisierung voranbringen

Neue Standards für Einkaufssoftware

Fehlende sowie zu viele unterschiedliche technische Standards werden oft als Hemmnisse ins Feld geführt, wenn es mit der Digitalisierung im Unternehmen nicht so recht vorangeht. 9 Länder erarbeiten in einem Projekt, wie Einkauf und elektronische Beschaffungslösungen diverser Dienstleister endlich vernünftig harmonieren.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Serie: Vom Smart Phone zum Smart Money (1 von 5)

Kluges Geld – was ist das?

Im Zusammenhang mit Kryptowährungen wird oft von „Smart Money“ gesprochen. In einer fünfteiligen Serie zeigen wir auf, wie sich unser Geld vom „dummen“ zum „smarten“ Geld entwickeln wird. Bis hin zum konkreten Zeithorizont und dahin, wer die Marktführer für smartes Geld in Zukunft sein werden.
  • Fuchs plus
  • Ernte-Revisionen

Dreh beim Weizenpreis

Ziel erreicht: Der Weizenpreis fiel just auf das Niveau, das FUCHS-DEVISEN vor vier Wochen vorausgesagt hatten. Und nun? Zählen wieder neue Ernteprognosen.
  • TOPS 2021 – Private Banking im Test

Wer kann nachhaltig Vermögen verwalten?

"Wer kann nachhaltig Vermögen verwalten?", lautet die Kernfrage im Private Banking-Test für 2021 der FUCHS|RICHTER PRÜFINSTANZ. © FUCHSBRIEFE erstellt mit Canva, Foto: Pixabay
Annähernd 80 Besuche und digitale Treffen bei und mit Bankberatern und Vermögensverwaltern haben die Testkunden der FUCHS|RICHTER PRÜFINSTANZ in diesem Jahr absolviert. Sie wollten herausfinden, welches Institut die nachhaltige Vermögensanlage wirklich beherrscht.
Zum Seitenanfang