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Industrie in glänzender Verfassung

Die Konjunktur läuft langsam heiß

Industrie in glänzender Verfassung. Copyright: Pixabay
Einmal Wein ohne Wasser, bitte. Zum Wochenbeginn starten wir ausschließlich mit Nachrichten, die gute Laune machen. Und diese deuten tatsächlich darauf hin, dass die Konjunktur langsam heiß zu laufen beginnt.

Wir haben wieder für einen optimistischen Wochenstart aktuelle Gute-Laune-Nachrichten aus der Wirtschaft für Sie und Ihre Mitarbeiter recherchiert.

  • Die deutschen Exporte legen im Juni unerwartet deutlich um 1,3% gegenüber dem Vormonat zu.
  • Der Konjunktur-Frühindikator der Commerzbank (Early Bird) hat sich im Juli mit 0,55 Punkten auf dem hohen Niveau der Vormonate gehalten.
  • Deutschlands Industrie zeigte sich auch im Juli 2021 in glänzender Verfassung. Das Wachstum beschleunigte sich zum zweiten Mal in Folge und beförderte den IHS Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI) mit 65,9 Punkten auf den dritthöchsten Wert überhaupt seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 1996.
  • Die Beurteilung der Geschäftslage steigt beim KfW Mittelstandsbarometer zum sechsten Mal infolge und zwar um 0,6 Zähler. Die Lagebeurteilung liegt mit 11,2 Punkten klar über dem langfristigen Durchschnitt. Auch in den Großunternehmen nimmt die Lagebeurteilung zu (+2,6 Zähler). Mit 11,7 Punkten bleibt das Geschäftsklima auch hier eindeutig überdurchschnittlich.
  • Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe stiegen im Juni gegenüber Mai um 4,1%. Die Nachfrage nach Investitionsgütern zog um 6,8% an, die Bestellungen bei Vorleistungsgüterproduzenten um 1,4%. Ohne Berücksichtigung von Großaufträgen wuchs das Ordervolumen um 1,7%. Im Quartalsvergleich kam es im zweiten Quartal gegenüber dem ersten zu einem Auftragsplus von 2,8%. Treiber war insbesondere eine starke Inlandsnachfrage (+9,6. Auch in den gewichtigen Bereichen Kfz und Maschinenbau stiegen die Auftragseingänge.
  • Der ifo-Indikator zur Geschäftslage der deutschen Autohersteller stieg im Juli auf +56,8 Punkte (Juni +44,9). Das ist der beste Wert seit Juli 2018. Die Erwartungen stiegen auf +6,3 Punkte (Juni +3,6).
  • Die Zahl der Kurzarbeiter sank laut ifo-Schätzung im Juli deutlich von 1,39 auf 1,06 Mio. Das ist die niedrigste Zahl seit Beginn der Corona-Krise im Februar 2020. Damit waren im Juli noch 3,1% der abhängig Beschäftigten in Kurzarbeit (Juni 4,1%).
  • Vier von fünf Unternehmen treffen wieder persönlich mit ihren Kunden und Lieferanten zusammen (verarbeitendes Gewerbe: 83%, Baugewerbe 80,5%). Das zeigt eine Umfrage des Finanzdienstleisters Close Brothers Asset Finance unter 400 Unternehmen in Deutschland. Knapp die Hälfte der Befragten (verarbeitendes Gewerbe: 47%, Baugewerbe 42,5%) erwartet, dass die Corona-bedingten organisatorischen und operativen Einschränkungen nur noch vier bis sechs Monate bestehen bleiben.
  • Der Materialengpass auf dem Bau hat sich geringfügig abgemildert. Das geht aus den Umfragen des ifo Instituts hervor. Im Juli meldeten 48,8% der Betriebe auf dem Hochbau, ihre Geschäfte hätten unter Lieferverzögerungen bei Vorprodukten gelitten. Im Juni waren es 50,4%. Tiefbau: 33,9% versus 40,5% im Vormonat.
  • Deutschland ist im internationalen Vergleich laut Money.co.uk auf rang 14 unter den besten Standorten für milliardenschwere Start-Ups (sog. „Einhörner“), von denen es weltweit ca. 750 gibt. Bei 16 Unternehmen mit einem Wert von derzeit über 1 Milliarde US-Dollar haben Deutschlands Einhorn-Unternehmen durchschnittlich 11 Jahre und 5 Monate gebraucht, um die Bewertung von 1 Milliarde US-Dollar zu erreichen. „Schnellstes“ Land ist China. Seine 155 Einhorn-Unternehmen brauchen durchschnittlich 5 Jahre und 10 Monate, um eine Milliarde US-Dollar zu erreichen.

Europa

  • Im Juni 2021 stieg das kalenderbereinigte Einzelhandelsvolumen im Vergleich zum Juni 2020 im Euroraum um 5,0% und in der EU um 5,3%.
  • Im Juni 2021 stieg der saisonbereinigte Index der Industrieproduktion in Italien um 1,0% gegenüber Mai. Der unbereinigte Index der Industrieproduktion stieg gegenüber Juni 2020 um 14,0%.

International

  • Der US-Arbeitsmarkt überrascht positiv: Die Erwartungen wurden mit 943.000 neuen Arbeitsplätzen übertroffen. Auch die Revision der letzten zwei Monate ergab weitere 119.000 Arbeitsplätze. Haupttreiber war erneut der Dienstleistungssektor, aber auch das verarbeitende Gewerbe überraschte mit einem Anstieg. Die Arbeitslosenquote ging von 5,6% auf 5,4% zurück. Die Erwerbsquote stieg von 61,6% auf 61,7%.
  • Der durchschnittliche Stundenlohn in USA stieg im Juli um 4,0% im Vergleich zum Vorjahr (+3,7% im Juni). Dies ging mit einem Anstieg der durchschnittlich gearbeiteten Wochenstunden einher.
  • Der ISM-Composite-Index, ein BIP-gewichteter zusammengesetzter Index aus den ISM-Umfragen für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, stieg von 60,2 im Juni auf 63,6. Das ist nahe dem Allzeithoch von 63,8 im März 2021. Der Composite liegt seit fünf aufeinanderfolgenden Monaten über 60, ein Rekord.

Fazit: Vor allem der US-Arbeitsmarkt zeigt, dass die Konjunktur langsam erhitzt. Die Weltwirtschaft erreicht langsam den Nach-Corona-Gipfel.

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