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Auswertung Performance-Projekte 4 und 5

Die meisten Vermögensverwalter sind Schönwetterkapitäne

Die FUCHS|RICHTER Prüfinstanz hat die Ergebnisse der Performance-Projekte im ersten Quartal 2020 ausgewertet. Die Ergebnisse sind ernüchternd. In einem Projekt überzeugt die Performance überhaupt nicht.

Was sich schon beim letzten Börsenabsturz im 4. Quartal 2018 gezeigt hatte, wiederholt sich in der Coronakrise: Die aktiven Portfoliomanager schaffen es nicht, ein Konkurrenzportfolio aus wenigen ETFs zu übertreffen. Und zwar weder in Sachen Rendite, noch in Sachen Rendite-Risiko-Optimierung. Das zeigen die Performance-Projekte der FUCHS | RICHTER PRÜFINSTANZ nach Auswertung des ersten Quartals 2020 eindeutig. Nur wenige Anbieter belegen die Ausnahme von dieser Regel.

In Performance-Projekt 4 und 5 stehen jeweils insgesamt 74 Portfolios im Wettbewerb. In Projekt 4 möchte der Kunde eine Vermögensmehrung über die Laufzeit von fünf Jahren erreichen. Das Projekt endet am 31.12.2020, 17 von 20 Quartalen sind also bereits vergangen. Als Untergrenze muss am Ende der Laufzeit das Ausgangsvermögen – 3 Millionen Euro – nach Kosten und Steuern erhalten sein.

40 von 74 mit Verlust im Portfolio

Waren Ende letzten Jahres nach Punkten 18 Vermögensverwalter und nach Vermögensstand 16 besser als die Benchmark, sind es nach Ablauf des ersten Quartals 2020 noch 17 bzw. elf. 40 weisen Verluste im Portfolio aus. Auffällig: Es sind insbesondere selbständige Vermögensverwalter vorn. Am besten geschlagen hat sich nach Punkten nach wie vor die Dr. Kohlhase Vermögensverwaltung – trotz einer geringen Vermögenseinbuße von insgesamt rund 21.000 EUR vom Ausgangskapital. Das Benchmarkdepot liegt dagegen mit 180.000 EUR im Plus.

Nach Punkten außerdem im Führungsfeld sind u.a. Dahl & Partner, Klingenberg & Cie. Sowie Wagner & Florack. Es folgt die schweizerische Globalance Bank, die Liechtensteinische Landesbank (Österreich) und die Früh & Partner Vermögensverwaltung aus Liechtenstein. Außerdem vor der Benchmark sind die Kathrein Privatbank, die Raiffeisen Landesbank Steiermark, die Wiener Privatbank, die Hamburger Sparkasse, die Capital Bank, die Vermögensverwaltung von der Heydt, die Concept Vermögensmanagement und Deka Vermögensmanagement. Den höchsten Gewinnzuwachs trotz Börsenabsturz im ersten Quartal haben die Dahl & Partner Vermögensverwaltung (+1.046.061 EUR) sowie die Wagner & Florack Vermögensverwaltung (+463.634 EUR) erzielt.

Projekt 5: Nur einer hat eine höhere Rendite

Im Projekt 5 übertreffen nach Punkten ganze drei Anbieter die Benchmark, nur einer ist in der Rendite besser. Mehr Punkte und damit ein besseres Rendite-Risiko-Verhältnis als die Benchmark haben die Sigma Bank aus Liechtenstein, ODDO BHF und Raiffeisen Capital Management aus Österreich. Eine höhere Gesamtrendite weisen nur Hauck & Aufhäuser Privatbankiers auf (+3,5%, Benchmark +3,2%).

15 Monate Laufzeit

Das Performance Projekt V läuft seit Januar 2017. Es stellt den Anlageprofis die Aufgabe, 1 Million Euro in hauseigenen Vermögensverwaltenden Fonds anzulegen und sich dabei mit einem entsprechenden Benchmarkdepot eines fachlich gering vorgebildeten Anlegers zu messen. Das Benchmark-Portfolio besteht aus drei börsengehandelten Indexfonds, das die FUCHS | RICHTER PRÜFINSTANZ zusammengestellt hat.

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Fazit: Die Aufholjagd der aktiv tätigen Vermögensverwalter war nur von kurzer Dauer. Mit dem Aufflammen der Krisenerscheinungen auf den Märkten verfestigt sich der Eindruck, dass – anders als immer wieder behauptet – Vermögensverwalter in rauher See mehr Schwierigkeiten haben als passive ETF-Depots. Die meisten Vermögensverwalter sind Schönwetterkapitäne.

Hinweis: Wir halten für Sie einen kostenlosen Bericht zu fünf Jahren Vermögensverwaltung eines Stiftungsportfolios in unserem online-Shop bereit: "Besser als die Benchmark bei Stiftungsvermögen", https://www.fuchsbriefe.de/shop/besser-als-die-benchmark-bei-stiftungsvermoegen

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