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Die SPD ist eine Funktionärspartei ohne Strahlkraft

Die SPD zerbricht sich seit Jahren den Kopf, warum sie beim Wähler nicht mehr landet. Sie sollte sich einmal die Lebensläufe ihrer führenden Genossen ansehen. Darin liegt zumindest ein Teil der Antwort.

SPD sucht Anti-Stegner


Nun sucht die SPD einen Strahlemann an der Parteispitze. Den Anti-Stegner, sozusagen. Das ist derzeit Hauptstadt-Gespräch. Denn das betonen die Strippenzieher hinter den Partei-Kulissen: Die netten Gesichter und die positive Ausstrahlung des Duos Habeck/Bärbock hätten maßgeblich zum Zugewinn der Grünen bei der Europawahl in Deutschland beigetragen – in einem medialen Umfeld, in dem Äußerlichkeiten eminent wichtig sind. Nach dem Wahlergebnis von Dänemark, bei dem die Sozialdemokraten wieder stärkste politische Kraft geworden sind, wird die Debatte erst recht nicht verstummen. Gewonnen hat die nette Mette (Frederiksen).

Erster Versuch bei Europawahlen ist missglückt


Ein erster Versuch in diese Richtung war die Aufstellung von Justizministerin Katharina Barley bei den Wahlen zum Europaparlament. Geglückt ist der nicht. Auch in den Reihen der CDU wünscht sich mancher mehr Bärbock und weniger Kramp-Karrenbauer.
Doch die Sozen haben noch ein weiteres Problem: eine gewisse „soziale Inzucht". Der „Führungskader" der Partei besteht ausschließlich aus Politik-Karriereristen ohne direkten Bezug zum klassischen Arbeiter- und Dienstleistungsmilieu. Immer der gleiche Lebensweg: Schule, Studium, Verwaltung oder verwaltungsnahe Tätigkeit, Politiker(in). Hieran etwas zu ändern, ist schwierig. Denn auch in der Politik gilt: Gleich mit gleich gesellt sich gern. Werfen wir im Schnelldurchlauf einen Blick in die Lebensläufe:

Ein schneller Blick in die Lebensläufe der Parteiführung


Andrea Nahles, Ex-Parteivorsitzende: Schule, Studium (Germanistik, Politik), Gewerkschaftsfunktionärin, Politikerin.
Lars Klingbeil, Generalsekretär: Schüler, Zivildienstleistender, Student, Parteireferent, MdB
Malu Dreyer, stellvertretende Vorsitzende: Schülerin, Jura-Studentin, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Berufspolitikerin (Bürgermeisterin, Sozialdezernentin, Ministerin)
Natascha Kohnen, stv. Vorsitzende: Schülerin, Studentin, selbständige Lektorin, Politikerin
Thorsten Schäfer-Gümbel, stv. Vorsitzender: Schüler, Student, Sozialreferent, Berater für die SPD, Berufspolitiker
Olaf Scholz, stv. Vors.: Schüler, Student, Rechtsanwalt, Politiker
Manuela Schwesig, stv. Vors.: Schule, Fachhochschule, Finanzamt (Steuerfahndung), Berufspolitiker
Ralph Stegner, stv. Vors.: Schüler, Student, Pressereferent im Arbeitsministerium, Berufspolitiker
Dietmar Nietan, Schatzmeister: Schüler, Student, Wahlkreismitarbeiter, MdB.
Kevin Kühnert, Juso-Vorsitzender: Eltern Beamte, Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft abgebrochen; Mitarbeit in einem Callcenter und bei einem Abgeordneten, erneut Studium und Karriere als Juso-Vorsitzender.
In einem solchen Umfeld fühlen sich nur Funktionäre wohl. Schon deshalb wird es niemand lange in der SPD-Führung aushalten, der „aus der Reihe tanzt".

Fazit

Die einzige Nähe zur Arbeiterschaft bildet gewöhnlich das Elternhaus. Und das war's. Eine Partei, die man mit diesem Führungspersonal auf lange Zeit abschreiben kann.

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