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Aktuellen Konjukturdaten vielfach positiv bis in den Oktober

Die Wirtschaft hat(te) Puste

Wenn das Wörtchen wenn nicht wär … Dann befänden sich Deutschland und Europa weiter in einem ansehnlichen Aufschwung. Das zeigen die aktuellen Daten, die gerade aus den Monaten September und Oktober hereinkommen.

Gute Laune kann zum Wochenstart allein die Fülle an positiven Nachrichten aus der Wirtschaft verbreiten. Die FUCHS-Redaktion hat sie für Sie und Ihre Mitarbeiter recherchiert:

  • Die USA haben mit Joe Biden wieder einen deutlich pflegeleichteren Präsidenten. Er wird am 20. Januar sein Amt antreten.
  • Die Fahrleistung der mautpflichtigen Lkw (min. 4 Achsen) auf deutschen Autobahnen stieg im Oktober um 0,3 % gegenüber Vorjahr. Im Vorjahresvergleich war die kalenderbereinigte Lkw-Maut-Fahrleistung sogar um 1,0 % höher. Die Lkw-Fahrleistung steht in engem Zusammenhang mit der Industrieproduktion. daher gibt der Index frühe Hinweise zur Konjunkturentwicklung im Oktober.
  • Im September nahmen die Exporte in Deutschland gegenüber August kalender- und saisonbereinigt um 2,3% zu. Insgesamt wurden Waren im Wert von 109,8 Mrd. Euro ausgeführt. Das Leistungsbilanz-Plus betrug 26,3 Mrd. Euro.
  • Die Produktion im Produzierenden Gewerbe erhöhte sich im September im Vergleich zum Vormonat um 1,6%. Industrie und Baugewerbe meldeten Steigerungen von 2,0% bzw. 1,5%. Ein sattes Plus vermeldet der Kfz-Bereich (+10,0%). Darüber hinaus revidierte das Statistische Bundesamt die Ergebnisse für den Vormonat um etwa einen Prozentpunkt nach oben.
  • Im dritten Quartal erhöhte sich die Produktion im Produzierenden Gewerbe um 10,7 %. Die Industrie vermeldete eine Steigerung um 14,6 %, während der Ausstoß im Baugewerbe abnahm (-2,2 %). Im Kfz-Bereich kam es zu einem Anstieg um 69,6 %.
  • Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe sind im September gegenüber August um 0,5% gestiegen. Ohne Großaufträge nahmen die Ordereingänge um 4,5% zu. Die Nachfrage nach Vorleistungs- und Konsumgütern erhöhte sich um 4,0% bzw. 2,6%. Im 3. Quartal betrug das Plus bei den Auftragseingängen im Verarbeitenden Gewerbe gegenüber dem Vorquartal 29,1%.
  • Supermärkte haben die Senkung der Mehrwertsteuer zum 1. Juli laut ifo-Institut fast vollständig an ihre Kunden weitergegeben. Die Preise sind um durchschnittlich 2% gesunken.
  • Bisher steigen die Insolvenzzahlen trotz Rückkehr zur Antragspflicht im Oktober nur leicht. Laut Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) lagen die Insolvenzen im Oktober bei etwa 80% des Vorjahresmonats.

Gute Laune-Nachrichten aus Europa

  • In Frankreich stieg die Beschäftigung im privaten Unternehmenssektor zwischen Ende Juni und Ende September um 1,8% oder 344.400 Nettoarbeitsplätze.
  • In Italien stieg der Umsatz im Einzelhandel im 3. Quartal gegenüber dem Vorquartal um 13,9%. Im Online-Handel betrug der Zuwachs gegenüber dem Vorjahresquartal 24,9%.
  • Die EU hat die europäische Jugendgarantie für arbeitslose oder nicht erwerbstätige junge Menschen auf das Höchstalter von unter 30 Jahren angehoben. Die europäische Jugendgarantie verspricht jedem Jugendlichen zwischen 15 und 29 Jahren, der einen Arbeits- oder einen Ausbildungsplatz sucht, ein Angebot (auch Praktikum) innerhalb von vier Monaten.

Gute Laune-Nachrichten aus Übersee

  • Die USA haben im September ihre Ein- und Ausfuhren gesteigert. Das Plus bei den Exporten gegenüber August betrug 4,4 Mrd. US-Dollar. Zugleich wurden Waren im Wert von 1,2 Mrd. USD mehr importiert als im August.
  • Für das 4. Quartal zeichnet sich in China eine weitere kräftige Aufwärtsbewegung der Konjunktur ab. Die Prognosen liegen zwischen 5,5% und 6% Wachstum.
  • In den Industriestaaten gibt es einen Trend zur Belebung der Reallöhne. Dies stellt das Research der Berenberg Bank fest. In den USA erholte sich der Anteil der Familien im untersten Einkommens-Fünftel von 3,6% im Jahr 2013/2014 auf 3,9% im Jahr 2019. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, sobald sich die Arbeitsmärkte von der Pandemie erholt haben, könnte dies letztendlich dazu beitragen, mindestens eine der Ursachen für die weit verbreitete Unzufriedenheit in den Industrieländern abzumildern.

Fazit: Ohne den erneuten Lockdown befände sich die Wirtschaft weltweit auf einem richtig guten Pfad. Nun bleibt zu hoffen, dass der aktuelle Lockdown nicht zu viele irreparable Schäden verursacht.

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