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Vermögensschutz mit Infrastruktur und Konsumentenkrediten

Diversifikation für Vermögende

Wegen globaler Unsicherheiten suchen Vermögende nach alternativen Anlagen zur Risikostreuung. Investitionen in Infrastruktur und Konsumentenkredite bieten interessante Optionen. FUCHSBRIEFE haben sich Anlagemöglichkeiten angesehen.

Trotz geopolitischer Unsicherheiten und konjunktureller Unsicherheiten sind die internationalen Aktienmärkte robust. Parallel dazu zieht bei Vermögenden die gezielte Suche nach Anlagen an, die sich möglichst unabhängig vom Aktienmarkt entwickeln. Das Ziel ist eine größere Risikostreuung (Diversifikation). Investmtents in Infrastruktur und Konsumentenkredite sind interessante Varianten dafür. 

Der weltweite Bedarf an moderner Infrastruktur steigt rasant. Industrie- wie Schwellenländer investieren in großem Stil in neue Verkehrswege, Energieversorgung und digitale Netzwerke. Schätzungen zufolge fließen allein 20 Billionen US-Dollar in den Ausbau der Stromversorgung, hinzu kommen jeweils rund acht Billionen für Gas, Wind-, Solarenergie sowie für Netze und Speichersysteme.

Infrastruktur: Wachstumsmotor mit Inflationsschutz

Für Anleger ergibt sich daraus ein attraktives langfristiges Investmentfeld: Infrastrukturunternehmen werden über Jahrzehnte von dieser Entwicklung profitieren. Zugleich bieten Infrastrukturwerte einen gewissen Inflationsschutz, da viele Unternehmen in diesem Sektor Preissteigerungen – etwa bei Strom oder Wasser – direkt an die Endkunden weitergeben können. Auch steigende Zinsen wirken sich vergleichsweise moderat aus, da Investoren dann bevorzugt in nutzungsabhängige Infrastruktur wie Mautstraßen oder Versorgungsnetze investieren. Die Folge: stabile Bewertungen trotz höherer Kapitalkosten. Historisch betrachtet besteht zwischen Inflation und Infrastrukturaktien kaum eine Korrelation – ein wichtiges Argument in einem von Unsicherheiten geprägten Marktumfeld.

Für den Einstieg in globale Infrastrukturinvestments bieten sich der Franklin Templeton ClearBridge Infrastructure Fonds (ISIN: IE 00B D4G TQ3 2) oder der Nordea 1 – Global Listed Infrastructure Fund (ISIN: LU 194 790 201 8) an. Beide konzentrieren sich auf Titel aus den G7-Staaten. Wer den asiatischen Markt bevorzugt, kann mit dem ERSTE Stock Asia Infrastructure (ISIN: AT 000 0A0 5S7 1) oder dem OVID Asia Infrastruktur Fonds (ISIN: DE 000 A2Q K45 6) in wachstumsstarke Regionen investieren.

Konsumentenkredite: Stabilität mit attraktiver Ausschüttung

Ein weiterer Baustein für ein robustes Portfolio sind Fonds, die in Konsumentenkredite investieren. Diese Produkte bündeln Darlehen – etwa für Möbel, Elektronik oder kleinere Investitionen – aus Ländern mit strengerer Kreditregulierung und ohne Privatinsolvenzregelungen (z. B. Schweden, Island, Lettland und Litauen). Die Kredite werden in Zertifikats-Mäntel gepackt, wodurch Anleger indirekt an der Kreditvergabe partizipieren.

Die Statistik zeigt niedrigen Ausfallraten, überschaubare Laufzeiten von durchschnittlich 18 Monaten und eine konstante Wertentwicklung mit geringer Volatilität. Auch wenn diese Fonds nicht täglich handelbar sind – meist ist der Kauf oder Verkauf nur ein- bis zweimal monatlich möglich –, punkten sie durch regelmäßige, überdurchschnittliche Ausschüttungen. Ein Beispiel ist der nordIX European Consumer Credit Fonds (ISIN: DE 000 A2P 37M 1), aufgelegt von der Monega Kapitalanlagegesellschaft in Köln.

Fazit: Infrastrukturaktien und Konsumentenkreditfonds bieten nicht nur Schutz vor Inflation und Zinsanstiegen, sondern auch attraktive Renditechancen und eine sinnvolle Diversifikation abseits der klassischen Aktien- und Anleihenmärkte. Für langfristig denkende Anleger sind beide Ansätze eine Überlegung wert – besonders in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und politischer Volatilität.
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