Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
905
Output verringert

Eisenerz: Förderung fällt, Preis steigt?

Am Rohstoffmarkt herrscht Sorge, dass Eisenerz knapp wird. Ohnehin verschlingt China enorme Mengen des Rohstoffs. Kein Wunder, dass der Preis kräftig anzog: Im Mittel des Jahres 2020 lag der Erzpreis bei rund 100 Dollar. Das ist der höchste Stand seit 2013. Wie geht es 2021 weiter?

Der Preis für Eisenerz zieht zur Wochenmitte kräftig an. Mit rund 134,60 US-Dollar je Tonne notiert der Eisenerzpreis derzeit so hoch wie zuletzt vor sieben Jahren. Der jüngste Preisanstieg beschleunigte sich in dieser Woche, als der brasilianische Bergbaukonzern Vale seine Produktionsschätzungen für den wichtigen Industrierohstoff deutlich zurück nahm.

Vale rechnen nun damit, in diesem Jahr zwischen 300 und 305 Mio. Tonnen Eisenerz zu produzieren. Bislang hatte der größte Eisenerzproduzent der Welt eine Rohstoffproduktion zwischen 310 und 330 Mio. Tonnen in Aussicht gestellt. Auch für das kommende Jahr zeigt sich Vale vorsichtig und rechnet mit einer Eisenerzproduktion zwischen 315 und 335 Mio. Tonnen. Zur Einordnung: Im Jahr 2018 hatte der Minenkonzern noch 385 Mio. Tonnen Eisenerz produziert.

Sorgen vor Lieferengpässen

Die Rücknahme des Ausblicks schürt nun Sorgen vor kurz- und mittelfristigen Lieferengpässen des für viele Schlüsselindustrien wichtigen Rohstoffs. Tyler Broda, Rohstoffexperte von RBC Capital Markets, geht davon aus, dass die Lage auf dem Eisenerzmarkt noch mindestens die kommenden sechs Monate lang angespannt sein wird. Demnach weist sein Prognosemodell auf ein Defizit von zwei Prozent für 2021 hin.

Angesichts der Wachstumsraten der chinesischen Stahlproduktion könnte dieses Defizit sogar noch größer ausfallen. Allein im Oktober zog die Nachfrage nach Stahlprodukten in der Volksrepublik im Jahresvergleich um satte 15% an. Darüber hinaus erholen sich auch die Stahlmärkte außerhalb Chinas weiter.

Fazit: Vor diesem Hintergrund dürfte die jüngste Rally bei Eisenerz noch nicht das Ende der Fahnenstange gesehen haben. Zertifikate auf den wichtigen Rohstoff gibt es nicht, da Eisenerz nicht an einer Terminbörse gehandelt wird.

Empfehlung: Anleger die dennoch von steigenden Erzpreisen profitieren wollen, finden im Eisenerz-Basket der Raiffeisen Centrobank (ISIN: AT 000 0A0 4EB 7) eine Investment-Alternative. Dieser bildet die Kursentwicklung der Aktien der drei wichtigsten Rohstoffkonzerne (Rio Tinto, BHP Billiton, Vale) ab.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Aktien 2021

Sektor-Rotation im Anleger-Schlaraffenland

Aktien bleiben - neben Realwerten wie Immobilien - 2021 die bevorzugte Anlageklasse für Anleger bleiben. Denn die grundlegenden Rahmenbedingungen sind nahezu perfekt - zumindest auf Jahressicht. Die Geldpolitik pumpt weiter enorme Kapitalsummen in das Finanzsystem. Die Zinsen bleiben am Boden, die Anleihekäufe durch die Notenbanken werden fortgesetzt. Aktien-Anleger leben weiter im Schlaraffenland.
  • Fuchs plus
  • Genehmigungspflicht bei Export

Ausfuhrgüter checken

Unternehmen müssen regelmäßig prüfen, ob die eigenen Waren von den Ausfuhrgüterlisten erfasst sind. Das gilt auch für genehmigungspflichtige Handelsware. Seit Ende 2020 gelten neue Bedingungen.
  • Fuchs plus
  • FUCHS-Devisenprognose für das 1. Quartal 2021

Dollar wird immer schwächer

Die US-Notenbank Fed redet den Dollar schwach. Der Greenback knickt deutlich ein, der Ölpreis steigt. Das schlägt sich in den USA in einer anziehenden Inflation nieder. Die Anleihemärkte reagieren.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Gleisbelegung per Smart Contract

Deutsche Bahn tritt ins Blockchain-Zeitalter

Deutsche Bahn tritt ins Blockchain-Zeitalter. Copyright: Pixabay
Bei der Deutsche Bahn muss es laufen wie am Schnürchen, damit der Betrieb ohne größere Ausfall- und Wartezeiten funktionieren kann. Hier soll die Blockchain den zuletzt keineswegs makellosen Ruf der Bahn wieder aufbessern helfen.
  • Fuchs plus
  • Stillstand bei den Oldtimer-Preisen

Ferrari und Porsche interessant

In der Corona-Krise bleiben die Oldtimer-Enthusiasten vielfach unter sich. Das zeigt sich in der Preisentwicklung der Klassiker. Nur wenige Marken wecken die Neugier der Fans.
  • Fuchs plus
  • In UK müssen Versicherer alles zahlen

Covid-Stilllegungen voll abgedeckt

Das oberste britische Gericht hat entschieden, dass die Versicherer, die Betriebsunterbrechungsversicherungen verkauft hatten, die Schäden durch die Covid-bedingten Schließungen voll ersetzen müssen.
Zum Seitenanfang