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Neues Wüstenstrom-Projekt in Marokko

Energie-Pakt: Unternehmens-Chancen in Marokko

© Magnus Hjalmarson Neideman / SvD / TT / SVENSKA DAGBLADET / picture alliance

Deutsche Unternehmen haben in Marokko wieder mehr Chancen, da beide Länder eine Energieallianz geschmiedet haben. Das neue Projekt "Sila Atlantik" plant, 15 GW Sahara-Strom nach Deutschland zu transportieren. Trotz technischer Herausforderungen könnte der politische Rückenwind das Projekt unterstützen und deutschen Firmen neue Möglichkeiten eröffnen.
Für deutsche Unternehmen ergeben sich in Marokko wieder mehr Chancen. Denn beide Länder nähern sich wieder an und haben jetzt eine Energieallianz geschmiedet. Ehemalige Führungskräfte von EnBW wollen mit dem Projekt „Sila Atlantik“ gut 15 GW Sahara-Strom nach Deutschland transportieren. Eine ähnliche Idee gab es bereits vor 22 Jahren mit „Desertec“, einer von den Deutschen mitfinanzierten Solarenergiefabrik in der Wüste. Das Projekt lief zwar nicht wie geplant, liefert aber jetzt lokal in Marokko, wo es nur wenig Erdgas gibt.

Neues Wüstenstrom-Projekt in Marokko

Das neue Wüstenstrom-Projekt ist noch vage. Alle am Projekt Beteiligten sagen uns auf Anfrage, dass derzeit noch nichts Konkretes für „Sila Atlantik“ auf dem Tisch liegt. Laut Plan sollen damit 5% des deutschen Strombedarfs abgedeckt werden, so Quellen in Marokko. Die Hürden sind allerdings groß. Ursprünglich sollte das Projekt für die britische Firma Xlinks Strom aus Marokko nach UK liefern. Das wurde gerade wegen der hohen Kosten ad acta gelegt. Nun überlegen deutsche Akteure, das Projekt zu übernehmen.  

Für die Stromerzeugung sollen neue Photovoltaikanlagen und Windräder errichtet werden. Die sollen mit einem knapp 10 GW großen Batteriespeicher kombiniert werden. Der Strom soll über ein 5.000 Kilometer langes Kabel nach Deutschland transportiert werden. Skeptiker halten den Plan vorsichtig formuliert für "technisch heikel". Ingieneure, mit denen FUCHS gesprochen hat, wenden zudem ein, dass es einfacher wäre, den Strom über eine kurze Trasse nach Spanien zu führen und Teile auch in Portugal und Frankreich ins europäische Netz  einzuspeisen.

Politischer Rückenwind

Aufgrund der geopolitischen Entwicklungen und Europas Streben, Energiequellen zu diversifizieren, kann das Projekt mit politischem Rückenwind rechnen. Bei einer Umsetzung hätte auch deutsche Unternehmen Chancen. Hintergrund: Von den rund 900 deutschen Unternehmen, die in Marokko über die AHK tätig sind, kommen viele aus dem Energiebereich. Hinzu kommt, dass parallel zur Errichtung der Erzeugungsanlagen in Marokko weitere Industrien angesiedelt werden dürften, die günstigen Strom benötigen. Tanger ist schon heute ein wichtiger Auto-, Logistik und Textilverarbeitungs-Hub.

Fazit: Der Ukraine-Krieg hat für Europa die Energieversorgungsfrage aufgeworfen. Darum wird an neuen Partnerschaften gearbeitet. Aus Spanien soll grüner Wasserstoff kommen, aus Marokko vor allem Strom. Wir halten das neue Wüsten-Projekt zwar für sehr ambitioniert, es könnte KMU aber dennoch Chancen in Marokko eröffnen. 

Hinweis: In Afrika gibt es grundsätzlich zahlreiche neue Opprtunitäten für Unternehmen. Die haben wir Ihnen im Dossier "Chancen in Afrika" zusammengefasst. Darin zeigen wir, welche Länder sich als Sprungbrett für den Kontinent eignen und worauf Unternehmer achten sollten. Mehr Infos zum Dossier: https://tinyurl.com/2b67k3n8

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