Energie-Pakt: Unternehmens-Chancen in Marokko
Neues Wüstenstrom-Projekt in Marokko
Für die Stromerzeugung sollen neue Photovoltaikanlagen und Windräder errichtet werden. Die sollen mit einem knapp 10 GW großen Batteriespeicher kombiniert werden. Der Strom soll über ein 5.000 Kilometer langes Kabel nach Deutschland transportiert werden. Skeptiker halten den Plan vorsichtig formuliert für "technisch heikel". Ingieneure, mit denen FUCHS gesprochen hat, wenden zudem ein, dass es einfacher wäre, den Strom über eine kurze Trasse nach Spanien zu führen und Teile auch in Portugal und Frankreich ins europäische Netz einzuspeisen.
Politischer Rückenwind
Aufgrund der geopolitischen Entwicklungen und Europas Streben, Energiequellen zu diversifizieren, kann das Projekt mit politischem Rückenwind rechnen. Bei einer Umsetzung hätte auch deutsche Unternehmen Chancen. Hintergrund: Von den rund 900 deutschen Unternehmen, die in Marokko über die AHK tätig sind, kommen viele aus dem Energiebereich. Hinzu kommt, dass parallel zur Errichtung der Erzeugungsanlagen in Marokko weitere Industrien angesiedelt werden dürften, die günstigen Strom benötigen. Tanger ist schon heute ein wichtiger Auto-, Logistik und Textilverarbeitungs-Hub.
Fazit: Der Ukraine-Krieg hat für Europa die Energieversorgungsfrage aufgeworfen. Darum wird an neuen Partnerschaften gearbeitet. Aus Spanien soll grüner Wasserstoff kommen, aus Marokko vor allem Strom. Wir halten das neue Wüsten-Projekt zwar für sehr ambitioniert, es könnte KMU aber dennoch Chancen in Marokko eröffnen.
Hinweis: In Afrika gibt es grundsätzlich zahlreiche neue Opprtunitäten für Unternehmen. Die haben wir Ihnen im Dossier "Chancen in Afrika" zusammengefasst. Darin zeigen wir, welche Länder sich als Sprungbrett für den Kontinent eignen und worauf Unternehmer achten sollten. Mehr Infos zum Dossier: https://tinyurl.com/2b67k3n8