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Deutsche Wachstumschancen weiter reduziert

Energiekosten bremsen Wachstum dauerhaft aus

Energy Costs © gopixa / Getty Images / iStock
Die hohen Energiekosten bremsen das Wirtschaftswachstum dauerhaft aus. 2027 wird das Potenzialwachstum weit unter 1,3% liegen. Deutschland rutscht perspektivisch immer weiter auf ein strukturelles Null-Wachstum zu.

Die hohen Energie- und Rohstoffkosten bremsen das maximal mögliche Wirtschaftswachstum dauerhaft aus. Das Potenzialwachstum Deutschlands wird 2027 bei nur noch 0,4% liegen. Das Potenzialwachstum, das zuletzt bei 1,3% lag, beschreibt das langfristig maximal mögliche Wirtschaftswachstum eines Landes. Kurzzeitig kann eine Wirtschaft auch stärker wachsen.

Hohe Energiepreise und Demographie bremsen Wachstumspotenzial langfristig 

Zwei Faktoren bremsen das Potenzialwachstum aus: die Energiepreise und die Demographie. Die mittelfristig höheren Energie- und Rohstoffpreise und die Lieferkettenprobleme haben langfristige Auswirkungen. Ohne diese Belastungen läge das Potenzialwachstum bei etwa 0,6% bis 0,7% im Jahr 2027. So sinkt das Produktionsvolumen aber um 80 Mrd. Euro p.a.

Auch die Demographie drückt das Wachstumspotenzial nach unten. Im Jahr 2024 wird mit 45,9 Mio. Beschäftigten der Zenit am Arbeitsmarkt überschritten sein. Ab dann werden mindestens 200.000 Personen mehr aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden als hinzukommen - trotz der recht hohen Einwanderung von 350.000 Personen pro Jahr. Aber selbst diese hohe Einwanderung kann die Verrentungswelle nicht ausgleichen, so das Institut für Weltwirtschaft (IfW).

Fazit: Deutschlands Wirtschaft rutscht perspektivisch auf ein dauerhaftes Null-Wachstum zu. Das japanische Szenario taucht immer klarer erkennbar am Horizont auf.
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