Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1485
Maisernte hat begonnen

Ernte-Probleme schieben den Mais-Preis an

Maisernte hat begonnen. Copyright: Pixabay
Angebot und Nachfrage suchen beim Mais gerade ein neues Preisgleichgewicht. Einerseits gibt es neue Ernteprognosen der USDA. Auf der anderen Seite hat die Ernte gerade begonnen und nimmt Fahrt auf. In wenigen Wochen wird sich zeigen, wie gut die Ernte wirklich war.

Der Maispreis hat in den jüngsten Tagen wieder deutlicher Fahrt aufgenommen und steigt zügig. Ende vergangener Woche handelte der Preis des Futtermittel- und Energierohstoffs mit rund 500 US-Cent je Scheffel noch auf dem tiefsten Niveau seit Ende Februar und an einer wichtigen technischen Unterstützungsmarke. Bis Mitte dieser Woche zogen die Notierungen auf 535 US-Cent je Scheffel an. Immerhin um sieben Prozent hat sich der Maispreis damit binnen weniger Handelstage verteuert.

Fundamentalen Rückenwind bekommen die Maisnotierungen von den jüngsten Schätzungen der US-Agrarbehörde USDA. Diese hatte zu Wochenbeginn gemeldet, dass sich der Zustand der Maispflanzen zuletzt weiter verschlechtert habe. Laut USDA werden nur noch rund 58% der Pflanzen mit „gut“ bzw. „sehr gut“ bewertet – ein Prozent weniger, als noch im letzten Zustandsbericht. Diese weitere Verschlechterung der Pflanzenqualität war von Marktbeobachter bislang nicht erwartet worden. Die Zahlen sorgen nun für einen Preisanstieg bei Mais. 

Ernte mit Schwierigkeiten

Ob sich der Preisanstieg so schnell fortsetzt, bleibt noch abzuwarten. Denn die US-Maisernte ist in diesen Tagen angelaufen. Inzwischen sind rund vier Prozent der Felder abgeerntet. Allerdings kommt erschwerend hinzu, dass nach dem Hurrikan vor zwei Wochen weiterhin nur beschränkt Verladekapazitäten zur Verfügung stehen. So konnten in der vergangenen Woche nur rund 15% der Vorjahresmenge an Mais zum Export abgefertigt werden. Diese Problem könnten sich aber kurzfristig lösen.

Die Nachfrage nach dem Futtermittel bleibt indes vor allem in China hoch. So kursieren am Markt Erwartungen, dass das Reich der Mitte auch in der Saison 2021/22 etwa 26 Millionen Tonnen Mais importieren werde und damit die Rekordmenge aus dem Vorjahr wiederhole. Aus technischer Sicht bleibt der kurzfristige Abwärtstrend bei Mais zunächst noch intakt. Erst ein nachhaltiger Anstieg über die Marke von 575 US-Cent je Scheffel würde diesen zur Disposition stellen.

Fazit: Der jüngste Preisanstieg bei Mais könnte eine größere Aufwärtsbewegung nach sich ziehen.

Empfehlung: Mittelfristig orientierte Anleger legen sich mit einem ungehebelten Mais-ETC (Beispiel ISIN: DE 000 A0K RJV 8) auf die Lauer.

Hier FUCHS-DEVISEN abonnieren

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • In Kooperation mit Finanzoo

Anglogold verkaufen

Übereinandergestapelte Goldbarren. © Filograph / Getty Images / iStock
Unsere Spekulation auf einen steilen Anstieg der Gold-Aktien ist sogar noch weiter gelaufen. Die automatische Bilanzanalyse von Finanzoo zeigt nun aber an, dass die Aktie fundamental in die Überbewertung hineinläuft. Wir realisieren unseren Gewinn.
  • Fuchs plus
  • DIHK lädt zur Diskussion ein

Investitionsschutz für den Ukraine-Aufbau

Ukraine. © Harvepino / Getty Images / iStock
Noch tobt der Ukraine-Krieg, aber bereits jetzt gibt es Überlegungen, wie die Ukraine wieder aufgebaut werden kann. Für Unternehmen eine relevante Frage: Wie lassen sich Risiken abmildern? Um diese Fragen zu klären, lädt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) Ende Januar zum Gespräch ein.
  • Deutschland muss einfacher werden

Wie der Fachkräftemangel zum Segen werden kann

FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber
In Deutschland herrscht Personalnot. Zudem ist das Land überreguliert. Beides gehört zusammen. Wir und unsere Politiker werden dazu umdenken müssen. Je rascher desto besser, meint FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber. Dann kann aus dem Fluch des Fachkräftemangels ein Segen für das Land werden.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • In Kooperation mit Finanzoo

Anglogold verkaufen

Übereinandergestapelte Goldbarren. © Filograph / Getty Images / iStock
Unsere Spekulation auf einen steilen Anstieg der Gold-Aktien ist sogar noch weiter gelaufen. Die automatische Bilanzanalyse von Finanzoo zeigt nun aber an, dass die Aktie fundamental in die Überbewertung hineinläuft. Wir realisieren unseren Gewinn.
  • Fuchs plus
  • Strompreise werden 2023 stark steigen

Zweiter Energiepreis-Schock für deutsche Unternehmen

Stromzähler Close-Up © ghazii / stock.adobe.com
Die Strompreise für Unternehmen werden in diesem Jahr stark steigen. Denn es laufen bremsende Sonderfaktoren aus und viele Unternehmen müssen ihre Verträge verlängern. Das wird die Kosten in einigen Branchen erheblich anheben. FUCHSBRIEFE haben sich eine tiefe Analyse der Allianz angesehen und zeigen die Folgen für Unternehmen und den Standort Deutschland auf.
  • Fuchs plus
  • Weniger als die Hälfte der Unternehmen nutzen die Forschungsförderung

Nutzen Sie die attraktive Forschungszulage

Stapel aus Euro-Münzen © weyo / Fotolia
Die Forschungszulage kann seit Anfang 2020 beantragt werden. Damit können forschende Unternehmen einen Teil ihrer Forschungsausgaben als Förderung erhalten.
Zum Seitenanfang