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Maisernte hat begonnen

Ernte-Probleme schieben den Mais-Preis an

Maisernte hat begonnen. Copyright: Pixabay
Angebot und Nachfrage suchen beim Mais gerade ein neues Preisgleichgewicht. Einerseits gibt es neue Ernteprognosen der USDA. Auf der anderen Seite hat die Ernte gerade begonnen und nimmt Fahrt auf. In wenigen Wochen wird sich zeigen, wie gut die Ernte wirklich war.

Der Maispreis hat in den jüngsten Tagen wieder deutlicher Fahrt aufgenommen und steigt zügig. Ende vergangener Woche handelte der Preis des Futtermittel- und Energierohstoffs mit rund 500 US-Cent je Scheffel noch auf dem tiefsten Niveau seit Ende Februar und an einer wichtigen technischen Unterstützungsmarke. Bis Mitte dieser Woche zogen die Notierungen auf 535 US-Cent je Scheffel an. Immerhin um sieben Prozent hat sich der Maispreis damit binnen weniger Handelstage verteuert.

Fundamentalen Rückenwind bekommen die Maisnotierungen von den jüngsten Schätzungen der US-Agrarbehörde USDA. Diese hatte zu Wochenbeginn gemeldet, dass sich der Zustand der Maispflanzen zuletzt weiter verschlechtert habe. Laut USDA werden nur noch rund 58% der Pflanzen mit „gut“ bzw. „sehr gut“ bewertet – ein Prozent weniger, als noch im letzten Zustandsbericht. Diese weitere Verschlechterung der Pflanzenqualität war von Marktbeobachter bislang nicht erwartet worden. Die Zahlen sorgen nun für einen Preisanstieg bei Mais. 

Ernte mit Schwierigkeiten

Ob sich der Preisanstieg so schnell fortsetzt, bleibt noch abzuwarten. Denn die US-Maisernte ist in diesen Tagen angelaufen. Inzwischen sind rund vier Prozent der Felder abgeerntet. Allerdings kommt erschwerend hinzu, dass nach dem Hurrikan vor zwei Wochen weiterhin nur beschränkt Verladekapazitäten zur Verfügung stehen. So konnten in der vergangenen Woche nur rund 15% der Vorjahresmenge an Mais zum Export abgefertigt werden. Diese Problem könnten sich aber kurzfristig lösen.

Die Nachfrage nach dem Futtermittel bleibt indes vor allem in China hoch. So kursieren am Markt Erwartungen, dass das Reich der Mitte auch in der Saison 2021/22 etwa 26 Millionen Tonnen Mais importieren werde und damit die Rekordmenge aus dem Vorjahr wiederhole. Aus technischer Sicht bleibt der kurzfristige Abwärtstrend bei Mais zunächst noch intakt. Erst ein nachhaltiger Anstieg über die Marke von 575 US-Cent je Scheffel würde diesen zur Disposition stellen.

Fazit: Der jüngste Preisanstieg bei Mais könnte eine größere Aufwärtsbewegung nach sich ziehen.

Empfehlung: Mittelfristig orientierte Anleger legen sich mit einem ungehebelten Mais-ETC (Beispiel ISIN: DE 000 A0K RJV 8) auf die Lauer.

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