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Washington in Aufruhr

Erstürmung des Capitols ein Drama ohne Folgen

Trump Anhänger. Copyright: Pexels
Die "Erstürmung" des US-Parlamentssitzes auf dem Capitol Hill schlägt die Weltöffentlichkeit in ihren Bann. Es gab Tote – das allein zeugt von Dramatik. Wie ist das Ereignis einzuordnen?

So traurig der schändliche Abgang von Donald Trump ist – der Aufruhr rund ums US-Parlament auf dem Capitol Hill wird für Wirtschaft, Märkte und auch die Politik keine tiefere Bedeutung haben.

Jeder Vergleich mit den Vorgängen in der Sowjetunion am 3. Oktober 1993 als Boris Jelzin die Macht im Staat übernahm, ist unzutreffend. Die USA sind nach wie vor eine gefestigte, wenn auch keine ideale Demokratie mit Blessuren.

Gesellschaftliche Trends weiter von Bedeutung

Trump wird mit dem Ende seiner Amtszeit schnell in der Versenkung verschwinden. Bestenfalls die Gerichte werden sich noch ernsthaft mit ihm beschäftigen. Die Republikaner werden sich schnell von ihm zu distanzieren versuchen.

Von politischer Bedeutung bleiben die gesellschaftlichen Strömungen, die einen Trump überhaupt erst ins Weiße Haus brachten. Es ist vor allem der schleichende Machtverlust der Weißen (Männer) in der US-Gesellschaft verbunden mit dem Verlust an Privilegien. Das führt zwangsläufig zu Unzufriedenheit.

Weiße verlieren zahlenmäßig absehbar die Mehrheit

Der bevölkerungsmäßige Anteil der Weißen (ohne Hispanics/Latinos) an der US-Gesamtbevölkerung (328 Mio.) ist seit dem Jahr 2000 (309 Mio.) um knapp zehn Prozentpunkte zurückgegangen. Er wird weiter und noch schneller schrumpfen. Die (auch) daraus resultierenden Spannungen werden die US-Politik politisch weiterhin ihren Bann ziehen.

Fazit: Die Senatswahl in Georgia, die die Demokraten nach den anhaltenden Ausfällen von Donald Trump nicht mehr so überraschend für sich entschieden, ist für die US-Politik, für Wirtschaft und Märkte das bedeutendere Ereignis.

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