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Raumfahrt bietet Chancen für deutsche Unternehmen

Europas Raumfahrtboom zieht Unternehmen an

Deutsche Maschinen- und Autobauer könnten bald in der Raumfahrtbranche durchstarten. Mit einem um 5 Mrd. Euro wachsenden ESA-Budget eröffnen sich neue Möglichkeiten. Doch der Einstieg erfordert hohe Standards und spezielle Zertifizierungen. FUCHSBRIEFE haben sich die Voraussetzungen und Chancen angesehen.

Deutsche Maschinen- und Autobauer könnten in den nächsten Jahren neue Chancen in der Raumfahrtbranche finden. Denn es wird deutlich mehr Geld in diese Branche fließen. Der Etat der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) wächst in den kommenden drei Jahren inflationsbereinigt um 5 Mrd. Euro auf 22 Mrd. Euro. 

Wachsender Etat, wachsender Markt

Der größere ESA-Etat wird in erweiterte Raumfahrtprogramme kanalisiert. Dazu gehört z. B. das Internet-Satellitensystem (Iris2). Mit dem sollen bis 2030 über 270 Satelliten im All stationiert werden. Außerdem will die EU in der zweiten Hälfte 2026 ein Raumverteidigungsprogramm starten. Im Zuge der europäischen Aufrüstung wird die Zahl der Satellitenprogramme durch europäische Staaten zunehmen.   

Unternehmen, die in dem Segment aktiv werden wollen, müssen besondere Anforderungen erfüllen. Üblicherweise verlangen die Systemintegratoren (z. B. OHB, Airbus) von Zulieferern bestimmte Zertifizierungen (z. B. ISO 9001). In vielen Fällen gelten aber noch höhere Standards (häufig AS9100). Dieser Standart umfasst Produktsicherheit, die Vermeidung gefälschter Teile und Risikomanagement. Zudem muss die Einhaltung der FAA- und EASA-Standards sichergestellt werden. Dazu gehören neben Qualitätskontrollen in der Produktion, auch die Rückverfolgbarkeit der Produktion und der Lieferkette. Produktionsprozesse müssen vor Start der Serienherstellung häufig nach AS9102 validiert werden. Materialien, Abmessungen und Prozesse müssen dokumentiert werden.

Exakte Anforderungen für Lieferanten

Häufig kommen weitere Dokumentations- und Qualitäts-Anforderungen durch Vorverträge und Lieferverträge mit den Raumfahrtunternehmen hinzu. Viele Unternehmen verlangen auch einen allgemeinen Zugang zur Produktion der Lieferanten und die Möglichkeit, jederzeit Prüfungen durchführen zu können. Auch die Produkteigenschaften werden sehr viel genauer beschrieben als in anderen Branchen. Etwa die Art der Oberflächenbearbeitung bei Metallteilen (z. B. besondere Kälteresistenz bei Leiterplatinen). 

Fazit: Die Raumfahrt kann eine interessante Alternative für Unternehmen sein. Der Aufwand mag zunächst hoch erscheinen. Dem Aufwand stehen aber ein wachsender Markt und sehr enge und oft langfristige Geschäftsbeziehungen gegenüber.

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