Ferraris im Rückwärtsgang
Die Preise für klassische Autos bleiben unter Druck. Allerdings gibt es erhebliche Schwankungen in den Segmenten. Während die Italiener gerade nicht en vogue sind, fahren die lange nicht gefragten deutschen Marken gerade wieder etwas vor.
Der Markt für klassische Autos kommt noch nicht wieder in die Gänge. Die Preise im Gesamtmarkt sind im vorigen Monat leicht gesunken. Beim Blick auf einzelne Segmente zeigen sich aber deutliche Preisabschläge.
Die Schwäche des Gesamtmarktes verstetigt sich in diesem Jahr weiter. Innerhalb der Monatsfrist gingen die Preise um 0,68% zurück. Binnen Jahresfrist fuhren die Preise für klassische Autos damit um 3,29% zurück – gemessen im HAGI Top Index der Historic Automobile Group International.
BMW und Porsche holen auf
Stark unter Druck stehen derzeit die Preise für Ferraris. Die historischen roten Flitzer verbilligten sich allein im vergangenen Monat um 6,75%, in den vergangenen 12 Monaten um über 13%. Damit ziehen die italienischen Liebhaber-Fahrzeuge den gesamten Markt nach unten.
Am anderen Ende der Skala fahren die historischen BMW nach vorn (+2,3% im September). Auf Jahressicht liegen die bayerischen Boliden damit aber auch nur um 1,69% im Plus. Auch klassische Porsche holen im September wieder leicht auf (+0,68%). Aktuell kosten die Fahrzeuge aber immer noch gut 10% weniger als vor Jahresfrist.
Fazit: Die Nachfrage nach historischen Autos bleibt weiter mau. Die Preise stehen im Trend unter Druck und variieren stark nach Segmenten. Angesichts des insgesamt dünnen Marktes können einzelne Preise für Fahrzeuge stärker Ausschläge in den Indizes verursachen. Im Trend stehen aber vor allem Ferrari-Preise gerade unter Druck.