Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
457
DAX im Seitwärtsband gefangen

Aktienbörsen ohne klare Richtung

An der Börse ist derzeit keine klare Richtung zu erkennen. So steckt der DAX derzeit in einem richtungslosen Trading-Markt fest.
Die Aktienbörsen zeigen derzeit keine klare Richtung an. Die schnelle Kurserholung der vergangenen Woche wurde direkt wieder ausgebremst. Der deutsche Aktienindex DAX gab sämtliche Vorwochengewinne wieder ab. Knapp oberhalb der 200-Tage-Linie und marginal über der psychologisch wichtigen Marke von 12.000 Indexpunkten, stiegen kurzfristig orientierte Marktteilnehmer wieder ein. Diese trennen sich jedoch auch rasch wieder von ihren Papieren, wenn es nicht weiter in die gewünschte Richtung läuft. So steckt der DAX derzeit in einem richtungslosen Trading-Markt fest. Der Kursbereich um 12.000 Punkten wird zu Käufen genutzt, oberhalb von 12.300 Zählern ist der Markt allerdings gedeckelt. Unterdessen verharrt der Euro knapp unterhalb der Marke von 1,18 USD und begrenzt damit die Kurschancen deutscher Exportwerte. Wenig positive Impulse kommen aus Übersee. Dort werden bereits Zweifel laut, ob die von Präsident Trump versprochenen Reformen auch tatsächlich umgesetzt werden. Ende vergangener Woche trat Großinvestor Carl Icahn als Deregulierungsberater von Trump zurück. Zuvor wurden bereits zwei mit hochrangigen Konzernchefs besetzte Beratergremien aufgelöst.

Sturm im Wasserglas um US-Rating

Nun droht die Ratingagentur Fitch den USA mit einem Verlust das „AAA“-Ratings. Allerdings unter Vorbehalt: „sollte die Schuldenobergrenze nicht rechtzeitig angehoben werden“. Seit Monaten ist die US-Regierung nur noch dank außerordentlicher Haushaltsmaßnahmen handlungsfähig. Spätestens Mitte Oktober geht der US-Regierung ohne Anhebung der Obergrenze für die Defizitfinanzierung das Geld aus. Wie bei den letzten Malen dürfte es auch diesmal eine Einigung auf den letzten Metern geben. Das Thema dürfte den Markt im Vorfeld jedoch beschäftigen.

Notenbanken halten Kurs

Von dem heute beginnenden Treffen der Notenbanker im kleinen Örtchen Jackson Hole erwarten wir ebenfalls keine frischen Impulse für den Markt. Neben Janet Yellen wird zwar auch EZB-Chef Mario Draghi eine Rede vor den Zentralbankern halten, neue Hinweise auf die künftige EZB-Politik wird Draghi in Jackson Hole jedoch kaum geben. Vielmehr dürfte die EZB bis in den Herbst warten und wahrscheinlich erst auf der Oktober-Sitzung bekannt geben, wie sie mit den Anleihekäufen von derzeit monatlich 60 Mrd. Euro in Zukunft weiter verfahren wird.  

Fazit: Die momentane Börsenlage ist weder Fisch noch Fleisch. Der DAX ist in einem engen Seitwärtsband gefangen, an der Wallstreet dürfte die Korrektur noch nicht abgeschlossen sein. Erst klar oberhalb von 12.350 DAX-Punkten springt die Börsenampel hierzulande wieder auf Grün. Ungemütlich wird es bei einem nachhaltigen Rutsch unter die 200-Tage-Linie. Solange jedoch die Impulse fehlen, wird der trendlose Seitwärtsmarkt Bestand haben. 

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • In aller Kürze

Eigentümerliste ohne Email

Verwalter von Wohnungsteigentümer-Gemeinschaften müssen auf Verlangen von Eigentümern bestimmte Daten herausgeben. Doch welche?
  • Fuchs plus
  • Liechtensteinische Landesbank AG, TOPS 2020: Beratungsgespräch

Modern und flexibel

Die Liechtensteinische Landesbank konnte im Beratungsgespräch überzeugen. Copyright: Verlag FUCHSBRIEFE
Im konservativen Private Banking hat der Einsatz technischer Hilfsmittel noch immer Seltenheitswert. Bei der LLB treffen wir auf zwei junge, hochmotivierte Berater, die ihre Themen mithilfe von Powerpoint und Bildschirm gut zu veranschaulichen wissen. Auch ein digitales Tool zur Bestimmung des Anlegertyps zeigt, dass das Haus im digitalen Zeitalter angekommen ist. Im Beratungsprozess sehen wir kundenorientiertes und auf unsere Situation abgestimmtes Private Banking mit flexiblen Ideen zur Integration unserer verschiedenen Ziele. Hier würden wir unser Geld durchaus anlegen.
  • Fuchs plus
  • Rechtschreibreform hat großes Durcheinander verursacht

Ich will mein „daß“ zurück

Fuchsbriefe-Chefredakteur Ralf Vielhaber © Verlag Fuchsbriefe
Die Rechtschreibreform von 1996 sollte der Vereinfachung dienen. Mehr als 20 Jahre danach lässt sich festhalten: Sie hat vorwiegend zu Regellosigkeit geführt. In zahlreichen Fällen sind heute Schreibvarianten erlaubt. Nur beim dass nicht. Dabei wäre es hier besonders angebracht, findet FUCHSBRIEFE-Chefredakteur Ralf Vielhaber
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Kupfer ist der Konjunktur voraus

Die Auswirkungen des Handelskriegs werden spürbar

Kupfer gilt als guter Vorlaufindikator zur Bewertung der Weltkonjunktur. Seine aktuelle Schwäche ist daher nicht nur schlecht für Kupfer-Investoren, sondern ein Warnzeichen für die globale Ökonomie. Entscheidend wird sein, ob er seine Unterstützungen hält oder ob er sie reißt.
  • Fuchs plus
  • Ernteschätzungen aus den USA haben den Mais-Preis nach unten getrieben

Jetzt beim Mais auf die Lauer legen

Die Ernteprognosen sind besser ausgefallen als erwartet. Cpyright: Pixabay
Beim Agrarrohstoff Mais bricht der Preis ein. Die Ernteprognosen fallen optimistischer aus als zuletzt erwartet. Doch Investoren sollten nun eine andere Entwicklung im Blick haben. Wir prognostizieren, wo der Preisverfall sein Ende finden wird.
Zum Seitenanfang