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Immobilienmarkt in Großbritannien

Asiaten kaufen in London ein

Inder sind zur zweitwichtigsten Käufergruppe am Londoner Immobilienmarkt avanciert. Aber auch die Chinesen greifen weiter zu und treiben die Preise an.
Die Inder entdecken den Londoner Wohnimmobilienmarkt. Sie sind zur zweitwichtigsten ausländischen Käufergruppe aufgestiegen. In der ersten Jahreshälfte 2017 kam fast jeder vierte ausländische Immobilienkäufer (22%) vom Subkontinent. Vor zwei Jahren hatten indische Käufer noch einen Anteil von 5% bei grenzüberschreitenden Immobilien-Deals. Insgesamt gehen 36% aller Wohnungen aus London nach Südostasien. EU-Bürger ziehen sich dagegen zurück. Seit dem Brexit-Referendum hat ihr Kaufinteresse spürbar nachgelassen. Inder geben überdurchschnittlich viel Geld für Londoner Wohnungen aus. Sie investieren 1,77 Mio. Pfund für die eigenen vier Wände an der Themse. Das Mittel bei ausländischen Käufern liegt bei 1,60 Mio. Pfund. Das hohe indische Interesse erklärt die britische Immobilienwirtschaft mit der Finanz-Liberalisierung in Indien. Die erlaubt es indischen Bürgern jetzt, umgerechnet 250.000 US-Dollar p.a. ins Ausland zu transferieren. Diese Lockerung nutzen viele Familien für den Kauf von Wohnungen, so die London Central Portfolio. Auch am Markt für Büro-Immobilien greifen verstärkt Asiaten zu. Darum hat die britische Lloyds Banking Group entschieden, ihre Hauptverwaltung in London zu verkaufen und langfristig zurück zu mieten. Die Nachfrage aus Asien und das Preisniveau sei dafür so hoch, dass Lloyds einen Gewinn von mindestens 140 bis 150 Mio. Pfund für das Geschäft erwartet. Einer der aktivsten Investoren in diesem Marktsegment sind die Chinesen. Allein bis Juli 2017 haben sie vier Mrd. Pfund in Londoner Büro-Immobilien investiert. Treiber dieser Entwicklung sind rückläufige Immobilienpreise in Hongkong, das ein zyklisches Hoch erreicht zu haben scheint, in Verbindung mit dem preiswerten Pfund-Kurs.

Fazit: Die Nachfrage nach Immobilien in London verschiebt sich kräftig auf asiatische Käuferschichten. Die treiben die Preise für gute Objekte weiter in die Höhe.  

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