Maschinenbauer profitieren stark vom Mexiko-Abkommen
Das erneuerte Freihandelsabkommen wird vor allem den deutschen Maschinenbauern nützen. Zwischen der EU und Mexiko gibt es seit dem Jahr 2000 ein Freihandelsabkommen. Seither hat sich der Handel zwischen Mexiko und der EU verdreifacht. Durch das neue Abkommen wird eine weitere Zunahme um mehr als ein Drittel erwartet.
Das neue Abkommen bietet einige Vorteile gegenüber dem bisherigen. EU-Unternehmen können jetzt an staatlichen Ausschreibungen in Mexiko teilnehmen. Der bessere Zugang zu mexikanischen Rohstoffen (Flussspat, Strontium, Baryt, Kupfer, Wismut und Antimon) kann Lieferrisiken deutscher Unternehmen senken. Niedrigere Zölle auf Agrar-Exporte bieten der deutschen Nahrungsmittelbranche neue Exportchancen, vor allem bei Milchprodukten und verarbeiteten Lebensmitteln. Bei unverarbeiteten sind Lieferanten aus Südamerika deutlich günstiger, so dass trotz niedriger Zölle kaum neue Exportchancen entstehen.
Software auch Zollbefreit
Zwei Faktoren sind besonders positiv für die Maschinenbauer. Die Zollbefreiung wird auch für Dienstleistungen (z. B. Software) gelten. Finanzprodukte sollen durch Deregulierung in Mexiko einfacher angeboten werden können. Mit Software, Dienstleistungen und Finanzierungsangeboten erzielen Maschinenbauer inzwischen einen Großteil ihres Wachstums. Das neue Handelsabkommen spielt ihnen somit in die Karten. Auch Elektrotechnik und Optik-/ Medizintechnik, sowie die Autoindustrie werden von der Zollbefreiung und vereinfachtem Handel in den beiden Bereichen profitieren.