Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
2287
Handelsabkommen mit den USA

Obama besiegt die Demokraten

Die USA haben den Ball in Sachen Freihandelsabkommen zurück ins europäische Feld gespielt. Bleibt er da jetzt liegen?
Die Obama-Administration hat im zweiten Anlauf die „fast track“-Vollmachten für den Abschluss von Handelsabkommen erhalten. Auf diese Weise sind TPP- (transpazifische) und TTIP- (transatlantische) Abkommen formell leichter durchsetzbar. Denn im jetzt beschlossenen Verfahren kann das US-Parlament ausgehandelte Verträge nur noch als Ganzes annehmen oder ablehnen, aber nicht nachverhandeln. Allerdings konnte Präsident Obama sich nur mit Hilfe der republikanischen Mehrheit im Kongress gegen seine eigene Partei, die Demokraten, durchsetzen. Letztere fürchten Beschäftigungsverluste, wenn die US-Industrie ungeschützt mit den asiatischen Volkswirtschaften konkurrieren muss – ein Indiz für die starken sozialen Spannungen in den USA. Offenbar ist zugleich auch die Kompromissbereitschaft Japans gestiegen. Dort gibt es vor allem von der besonders geschützten Landwirtschaft starken Widerstand gegen die mit der TPP einhergehende Öffnung der Märkte. Allerdings steht Japan vor unerfreulichen Alternativen: Sollte die mit der US-geführten TTP angezielte Freihandelszone nicht zustande kommen, droht eine chinesisch geführte Konkurrenzveranstaltung. In dieser hätte Japan kaum Einfluss und der chinesische Konkurrent würde gestärkt. Daher wächst offenbar die Neigung Tokios zu Kompromissen. Zumal damit die von der Regierung Abe angekündigten Reformabsichten nach Innen unterstützt werden. Demgegenüber haben sich die Aussichten für einen schnellen Abschluss des transatlantischen TTIP eher verschlechtert. Der Widerstand auf europäischer Seite wächst. Doch neben allem Schattenboxen, das hier passiert – die schon bisher klar auf TTIP-Kurs liegende Bundesregierung steht weiterhin uneingeschränkt hinter dem Plan.

Fazit: Europa und vor allem Deutschland würden ohne TTIP doppelt verlieren. Neue technische und administrative Standards für den Handel mit Asien würden ohne europäische Beteiligung innerhalb der TPP-Runde ausgearbeitet. Das kostet Beschäftigung und Marktanteile und schwächt die Position in späteren Verhandlungen.

Neueste Artikel
  • Gesamtschau und Wochenbericht für KW 36: PP V, PP VII, PP VIII und PP IX

FRÜH & PARTNER, FV Frankfurter Vermögen und Reichmuth prägen die Woche

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Vier Projekte, vier unterschiedliche Geschichten und doch ein gemeinsames Muster: Die größten Handelsvolumina führen nicht automatisch zu den besten Ergebnissen. Während Reichmuth, FV Frankfurter Vermögen und FRÜH & PARTNER ihre Wettbewerbe prägen, geraten mehrere Benchmarkdepots unter Druck. Gleichzeitig zeigen die Drawdown-Daten eindrucksvoll, dass Stabilität derzeit wichtiger ist als Risikofreude. Wer Vermögen aufbaut, Verluste begrenzt und die Konkurrenz hinter sich lässt, zeigen die Zahlen.
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 36: Wer das Benchmarkdepot herausfordert

Die Gewinner der Woche heißen FRÜH & PARTNER, Neue Bank und Volksbank Kraichgau

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Performance-Projekt IX liefert eine bemerkenswerte Woche. Während das Benchmarkdepot weiterhin zur Spitzengruppe beim Gesamtvermögen zählt, entstehen die besten Ergebnisse dort, wo Vermögensverwalter weder hektisch umschichten noch hohe Risiken eingehen. Mehrere aktive Teilnehmer bewegen erhebliche Volumina, doch die Spitzenplätze der Wochenwertung sichern sich andere Häuser. Gleichzeitig zeigen die Drawdown-Daten deutliche Unterschiede. Die Zahlen offenbaren überraschende Gewinner.
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt VIII: Stabilität schlägt Risiko

Reichmuth, FRÜH & PARTNER und Dr. Kohlhase gewinnen die Woche

Illustriert mit Canva und ChatGPt
Das Performance-Projekt VIII liefert in dieser Woche einen spannenden Gegensatz. Während das Benchmarkdepot weiterhin zur Spitzengruppe beim Gesamtvermögen zählt, dominieren andere Häuser die Wochenwertung. Besonders auffällig ist dabei das Zusammenspiel von Vermögensentwicklung und Risikomanagement. Mehrere Teilnehmer erzielen positive Wertzuwächse und weisen gleichzeitig die niedrigsten Drawdowns des Wettbewerbs auf. Die Zahlen offenbaren klare Muster und überraschende Unterschiede.
Zum Seitenanfang