Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
387
G-4

Die Binnennachfrage in Japan bleibt schwach

Der Tankan-Bericht zeichnet ein positives Bild der japanischen Konjunktur. Es ist aber ein ein Zerrbild.
Export und gegebenenfalls auch die Staatsausgaben könnten der japanischen Konjunktur am ehesten neuen Schub verleihen. Die Investitionen der Unternehmen bleiben dagegen eher schwach. Das unterstreicht nicht zuletzt der neueste Tankan der japanischen Notenbank. Der Gesamtindex für das Geschäftsklima hat zwar ordentlich von 8 auf 11 Punkte zugelegt. Das ist aber in erster Linie auf den starken Zuwachs bei den Großunternehmen von 12 auf 17 Punkte zurückzuführen. Es hat zwar auch bei den mittleren und kleineren Unternehmen sowohl der Industrie als auch im Service (kleinere) Zuwächse gegeben. Die parallel erfassten Investitionsabsichten konterkarieren aber das positive Ergebnis. Während große (+8%) und mittlere Unternehmen (+14%) aufstocken wollen, signalisieren die Kleinen einen noch heftigeren Schnitt (-20%) in die Investitionspläne. Unterm Strich bleibt somit wenig übrig (+2,9%). Unverändert schwach bleibt der Konsum. Die Ausgaben der Haushalte liegen mit -0,1% gegenüber dem Vorjahr nur noch knapp unter dem Vorjahresniveau. Zumal die Kernrate des laufenden Konsums ohne Wohnen und Autos weiter klar im Minus liegt. Diese Schwäche bekommen auch die Einzelhändler zu spüren. Ihre Umsätze gaben zuletzt im Monatsvergleich nach (-1,6%) und lagen im Jahresvergleich mit +2% deutlich unter den Erwartungen (Konsens +3,1%). Die schwache Nachfrage zeigt sich auch in der unverändert niedrigen Inflationsrate von 0,4%. Dabei steht die Kernrate bei einer glatten Null. Das zeigt, dass die Anbieter kaum Spielräume für Preiserhöhungen haben.

Fazit: Der vergleichsweise optimistische Tankan beruht auf einer „optischen Täuschung“. Die Konjunktur der größeren (exportorientierten) japanischen Unternehmen ist gut – aber eben nicht auf Japans Märkten.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Start einer neuen Artikelserie in FUCHS-DEVISEN

Kryptowährungen fahrlässig vernachlässigt

Kryptowährungen stehen in Deutschland nicht hoch im Kurs. Zu Unrecht wie wir meinen. Copyright: Picture Alliance
Kryptowährungen stehen in Deutschland bisher nicht hoch im Kurs. Selbst hinter europäischem Durchschnitt bleiben die Deutschen bei der Bitcoin-Nutzung weit zurück. Doch mit den Anwendungsmöglichkeiten im betrieblichen Zahlungsverkehr sollten sich Unternehmer unbedingt beschäftigen. Die Redaktion FUCHS-DEVISEN startet eine neue Serie und macht die Möglichkeiten von Kryptowährungen transparent.
  • Fuchs plus
  • LGT Bank AG, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Werte und Individualität – mit kleinen Abstrichen

Die LGT Bank hat die grüne Ampel verdient.
"Wir legen Wert auf Werte" – so präsentiert sich die LGT im Netz und verspricht professionelle Anlagekompetenz sowie individuelle Beratung für private und institutionelle Anleger. 3.188 Mitarbeiter kümmern sich unter Leitung der Fürstenfamilie von Liechtenstein weltweit um die Kunden. Wir gehen mit hohen Erwartungen ins Gespräch – und werden in weiten Teilen nicht enttäuscht.
  • Fuchs plus
  • comdirect bank AG

Nummer Eins beim Online-Wertpapierhandel

Die comdirect bank AG profitiert von den Börsenturbulenzen. Copyright: Picture Alliance
Durch Übernahmen will die Comdirekt Bank ihre Marktstellung ausbauen. Die Tochter der Commerzbank ist Deutschlands Marktführer beim Online-Wertpapierhandel. Diese Marktstellung gilt es zu behaupten.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Des Bauern Leid ist manchen Anlegers Freud‘

Mit dem Turbo gegen eine miese O-Saft-Ernte

Hier zu kalt, dort zu warm: Die großen Orangen-Anbaugebiete in den USA werden in diesem Jahr nur einen dürftigen Ertrag einfahren. Des Bauern leid, ist manchen Anlegers Freud' – denn auch auf die erwarteten Ernteausfälle lässt sich spekulieren.
  • Fuchs plus
  • Das Jahreshoch ist überschritten

Öl-Rally beendet

Öl-Investoren sollten umdenken. Copyright: Picture Alliance
Der Ölpreis war zuletzt nochmals kräftig angezogen. Doch spätestens das Treffen Trump/Putin hat dem Preis einen Dämpfer versetzt. Wer auf den Ölpreis spekuliert, muss jetzt umdenken.
  • Fuchs plus
  • Japans Währung verliert Nimbus als sicherer Hafen für Asien

Langfristiger Aufwärtstrend beim Yen durchbrochen

Der langfristige Aufwärtstrend beim Yen ist durchbrochen. Dafür gibt es insbesondere wirtschaftliche Gründe. Die Situation wirkt selbst-verstärkend. Für Yen-Anleger ergeben sich dennoch Chancen.
Zum Seitenanfang