Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
535
G-4

Die Binnennachfrage in Japan bleibt schwach

Der Tankan-Bericht zeichnet ein positives Bild der japanischen Konjunktur. Es ist aber ein ein Zerrbild.
Export und gegebenenfalls auch die Staatsausgaben könnten der japanischen Konjunktur am ehesten neuen Schub verleihen. Die Investitionen der Unternehmen bleiben dagegen eher schwach. Das unterstreicht nicht zuletzt der neueste Tankan der japanischen Notenbank. Der Gesamtindex für das Geschäftsklima hat zwar ordentlich von 8 auf 11 Punkte zugelegt. Das ist aber in erster Linie auf den starken Zuwachs bei den Großunternehmen von 12 auf 17 Punkte zurückzuführen. Es hat zwar auch bei den mittleren und kleineren Unternehmen sowohl der Industrie als auch im Service (kleinere) Zuwächse gegeben. Die parallel erfassten Investitionsabsichten konterkarieren aber das positive Ergebnis. Während große (+8%) und mittlere Unternehmen (+14%) aufstocken wollen, signalisieren die Kleinen einen noch heftigeren Schnitt (-20%) in die Investitionspläne. Unterm Strich bleibt somit wenig übrig (+2,9%). Unverändert schwach bleibt der Konsum. Die Ausgaben der Haushalte liegen mit -0,1% gegenüber dem Vorjahr nur noch knapp unter dem Vorjahresniveau. Zumal die Kernrate des laufenden Konsums ohne Wohnen und Autos weiter klar im Minus liegt. Diese Schwäche bekommen auch die Einzelhändler zu spüren. Ihre Umsätze gaben zuletzt im Monatsvergleich nach (-1,6%) und lagen im Jahresvergleich mit +2% deutlich unter den Erwartungen (Konsens +3,1%). Die schwache Nachfrage zeigt sich auch in der unverändert niedrigen Inflationsrate von 0,4%. Dabei steht die Kernrate bei einer glatten Null. Das zeigt, dass die Anbieter kaum Spielräume für Preiserhöhungen haben.

Fazit: Der vergleichsweise optimistische Tankan beruht auf einer „optischen Täuschung“. Die Konjunktur der größeren (exportorientierten) japanischen Unternehmen ist gut – aber eben nicht auf Japans Märkten.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • WALSER PRIVATBANK | Vermögensstrategie, Portfolioqualität und Gesamtbewertung TOPS 2019

WALSER PRIVATBANK: Weitblick, in der Tat

Die WALSER PRIVATBANK erhält in der Gesamtwertung das rating »Sehr gut«.
„Individuelle Beratung, keine Patentrezepte", und „Zukunft braucht feste Wurzeln", wirbt die Walser Privatbank. Und tatsächlich zeigt das Haus aus dem Kleinwalsertal, dass auch im Zeitalter von MiFID Private Banking eine eindeutig individuelle Dienstleistung sein kann.
  • Fuchs plus
  • DZ Privatbank | Vermögensstrategie, Portfolioqualität und Gesamtbewertung TOPS 2019

DZ PRIVATBANK S.A.: Kleine Schwächen in der Kür

Die DZ Privatbank erhält in der Gesamtwertung das rating »Sehr gut«.
Die DZ Privatbank schenkt dem Kunden einen fulminanten Auftakt im Beratungsgespräch, an den sie auch zunächst nahtlos mit Gesprächsprotokoll und Anlagevorschlag anknüpft. Doch eine gute, gar herausragende Vermögensstrategie erfordert noch mehr.
  • Fuchs plus
  • Neue Bank AG | Vermögensstrategie, Portfolioqualität und Gesamtbewertung TOPS 2019

Neue Bank: Verliebt in Text und gute Lösungen

Die Neue Bank AG erhält in der Gesamtwertung das rating »Gut«.
Seit 1991 ist die Neue Bank inzwischen am Markt und sieht sich selbst in der Tradition einer klassischen Privatbank. Dem wird sie auch meistenteils gerecht, wenn da nicht der eine und andere (Anfänger)Fehler wäre.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Profiteur der US-Sanktionen gegen Russland

Palladiumpreis in luftiger Höhe

Der Palladiumpreis hat sich in bisher nicht bekannte Höhen-Regionen geschoben. Und sich von der Preisentwicklung anderer Metalle vollkommen abgekoppelt. Ein Grund sind die Sanktionen der USA gegen Russland. Wir sagen, wie Anleger profitieren können.
  • Fuchs plus
  • Handelsstreit belastet stark

Kupferpreis von allen Seiten unter Druck

Der Handelsstreit zwischen den USA und China belastet den Kupferpreis stark. Die Konjunktursorgen haben ihn schon länger nach unten getrieben. Jetzt kommt ein angebotsseitiger Faktor hinzu.
  • Fuchs plus
  • Die Tücken eines ICOs für Investoren

Wenn bei der Kryptogeld-Ausgabe „überschüssige Münzen“ entstehen

Bei Initial-Coin-Offerings können Situationen entstehen, die dem Investor nicht gefallen. Bei der „Geldausgabe" entstehen „überschüssige Münzen" (Coins). Das kann zu einem deutlichen Wertverlust führen. Deshalb muss der Anleger vor dem Investment ein Papier ganz genau lesen.
Zum Seitenanfang