Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
358
Wirtschaftswachstum in der Eurozone

Die Geldpolitik bleibt expansiv

Die Wirtschaft in der Eurozone beschleunigt. Die Inflation liegt noch unter dem Ziel. Doch vor allem eine Entwicklung sorgt dafür, dass die expansive Geldpolitik bis mindestens zum Jahresende erhalten bleibt.
Die Hüter des Euro um EZB-Chef Mario Draghi haben sich erwartungsgemäß nicht bewegt. Sie haben lediglich ihre aufkommende Unzufriedenheit über die Aufwertung der Gemeinschaftswährung erkennen lassen. Sie halten an ihrem Kurs mit Negativzinsen und quantitativer Lockerung fest. Begründung ist die immer noch unter dem Ziel von 2% liegende Inflationsrate. Zuletzt blieb sie mit 1,5% (Kernrate 1,2%) unverändert. Die wirtschaftliche Verfassung der Eurozone ist ordentlich, aber keinesfalls überragend. Hinter dem Auftrieb des Euro steht weniger Begeisterung als vielmehr die Abwesenheit von Überraschungen. Die Eurozone läuft schlicht weiter in der gewohnten Spur. Die Industrieproduktion hat zuletzt (Juli) wieder etwas Tempo aufgenommen. Dabei sind vor allem die typischen Stärken (Kapitalgüter, dauerhafte Konsumgüter) erkennbar. Die Einkaufsmanager-Indizes stehen deutlich über der Expansionsschwelle von 50 Punkten. Sie deuten damit auf eine Beschleunigung hin. Das gilt vor allem für die verarbeitenden Industrie mit zuletzt 57,4 Punkten. Soweit man von deutschen Zahlen auf die Handelsbilanz der Eurozone insgesamt schließen kann, ist auch dieser Trend intakt. Sowohl Ex- (8%) als auch Importe (9,4% jeweils zum Vorjahr) legen ordentlich zu. Der Konsum entwickelt sich undramatisch, aber klar positiv (zuletzt +2,6% zum Vorjahr). Auch die regionale Verteilung verbessert sich: Frankreichs Konjunktur holt langsam gegenüber Deutschland auf. Die EZB hat sicher wenig Ursache, ihre Ausrichtung zu überdenken.

Fazit: Die unzeitige Stärke des Euro unterstützt die Neigung zur expansiven Geldpolitik. Diese wird für den Rest des Jahres erhalten bleiben.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • HypoVereinsbank, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Mehr Großbank als Privatbank

Die Ampel der HypoVereinsbank steht auf Rot.
Die HypoVereinsbank gibt sich auf ihrer Internetseite sehr technisch, was das Private Banking angeht. Sie verspricht ihren Kunden, gut aufgestellte Portfolios zu entwerfen. Diese stellen „eine ausbalancierte Einheit von Anlageklassen weltweit" dar, „passend zur Risikotoleranz" des Kunden. Das aber muss dann auch gelingen.
  • Fuchs plus
  • Haushaltszahlen beruhen auf übertriebenen Wachstumsannahmen

Italiens Defizit liegt sogar nahe 3%

Italiens angepeilte Neuverschuldung von 2,4% vom BIP ist auch nur die halbe Wahrheit. Denn sie beruht auf übertriebenen Wachstumsannahmen. Krach mit Brüssel ist programmiert.
  • Fuchs plus
  • Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz), Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Beratung nach einem Drehbuch Franz Kafkas

Die Ampel der Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz) steht auf Rot.
„Eine Spur persönlicher" will die Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz) sein. Das gelingt im Beratungsgespräch nicht. Statt Beratung gibt es Fragen über Fragen an den Kunden, aber keinen Dialog. Trotzdem reicht die Zeit reicht nicht, alle für den Anlagevorschlag wichtigen Fragen unterzubringen. Insgesamt eine eher kafkaeske Erfahrung.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Es fehlt vor allem an Vertrauen

Das deutsche EZB-Dilemma

AUf die Ansagen aus der EZB müssen nun auch Taten folgen.
Kann die EZB machen, was sie will? Es scheint so. Der EuGH will ihr jedenfalls keine Grenzen setzen. Das stärkt die Institution EZB. Ihre Schwäche liegt woanders.
  • Fuchs plus
  • Öl (WTI) hat den Höhenflug gestoppt

Gegenwind aus den USA für den Ölpreis

Öl WTI hat einen Widerstand erreicht. Copyright: Picture Alliance
Seit Anfang Oktober ist Öl (US-Sorte West Texas Intermediate – WTI) wieder deutlich zurückgekommen. Vor allem die USA fördern wieder deutlich mehr vom Schwarzen Gold. Ist der Preisauftreibe damit beendet?
Zum Seitenanfang