Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2404
Bargeld oder digital: Die Zukunft des Bezahlens in Europa

E-Euro: Eine Gefahr für das Bargeld

Der digitale Euro steht vor der Einführung. Doch die aktuellen EU-Pläne gefährden die Zukunft des Bargelds. Ohne eine gesetzliche Annahmepflicht droht die schleichende Abschaffung des Bargelds – mit gravierenden Folgen für Teilhabe und Krisenresilienz. FUCHSBRIEFE erläutern, welche politischen Entscheidungen relevant sind und warum Vermögende und Anleger jetzt handeln sollten.

Der digitale Euro kommt. Die Einführung gilt als nahezu sicher. Doch die aktuellen EU-Pläne bergen Risiken für das Bargeld. Zwei Verordnungsvorschläge liegen vor. Einer regelt den E-Euro, einer das Bargeld. Der digitale Euro soll an der Ladenkasse verpflichtend angenommen werden müssen. Das Problem: Für Bargeld ist eine solche Pflicht nicht vorgesehen.

Bargeld verliert an Boden

Ohne eine solche Annahmepflicht können Händler Bargeld ablehnen. Das ist kein unrealistisches Risiko: In den Niederlanden verweigern bereits 21% der Apotheken und 38% der Kinos die Annahme von Bargeld. Öffentliche Verkehrsbetriebe in Rotterdam akzeptieren ebenfalls kein Bargeld mehr.

Bargeldobergrenzen beschleunigen den Trend. In Griechenland liegt diese Grenze bei 500 Euro. Ähnliche Regelungen gibt es in Belgien und Dänemark. Experten warnen: Wird Bargeld nicht gesetzlich geschützt, sinkt die Nutzung weiter – und damit die Bargeld-Infrastruktur.

Folgen für Teilhabe und Sicherheit

Die Verdrängung des Bargelds dürfte ein gesellschaftliches Problem werden. Denn Bargeld ist mehr als ein Zahlungsmittel. Es sichert gesellschaftliche Teilhabe. In Norwegen führte die Regierung 2024 eine Annahmepflicht ein, weil 600.000 Menschen "digitale Analphabeten" sind. Hochgerechnet auf Deutschland wären das immerhin acht Millionen Bürger.

Zudem ist Bargeld ein Sicherheitsanker. Bei Stromausfällen, Netzproblemen oder Naturkatastrophen bleibt es oft die einzige Zahlungsmöglichkeit. Ohne Bargeld droht in Krisen der Stillstand.

Politische Vorgaben und Realität

Die EU-Kommission betont, der E-Euro solle Bargeld ergänzen, nicht verdrängen. Doch die aktuellen Vorschläge privilegieren den digitalen Euro strukturell. Hintergrund: Die Europäische Zentralbank (EZB) koppelt die Bargeldversorgung an die Nachfrage. Fällt die Barzahlungsquote unter 15%, spätestens unter 10%, wird die Infrastruktur als unverhältnismäßig gelten.

Die Meinung der Deutschen zum Bargeld ist indes eindeutig. 93% der Deutschen wollen Wahlfreiheit beim Bezahlen. Viele europäische Länder haben bereits eine Bargeldannahmepflicht eingeführt. Für Deutschland ist sie überfällig.

Fazit: Die Bargeld-Frage ist politisch und wirtschaftlich brisant. Wer auf individuelle „Resilienz“ und Datenschutz setzt, sollte sich für eine gesetzliche Annahmepflicht von Bargeld starkmachen (z. B. über Petitionen). Bedenken Sie: Bargeld ist ein Sicherheitsfaktor – sein Verlust erhöht Abhängigkeiten und Risiken im Zahlungsverkehr.

Neueste Artikel
  • Gesamtschau und Wochenbericht in KW 6 für PP V, PP VII, PP VIII und PP IX

Entwicklungen, Risiken und Strategien in Kalenderwoche 6

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Die sechste Kalenderwoche zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Projekten: Während einige Benchmarks stabil bleiben, übertreffen aktive Depots ihre Vergleichsgröße teils deutlich. Besonders Projekt 7 und 9 demonstrieren, wie stark Handelsverhalten die Performance beeinflusst. Die Spannbreite der Ergebnisse reicht von klaren Spitzenwerten bis zu massiven Verlusten und macht Strukturqualität zum entscheidenden Erfolgsfaktor.
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 6: Rendite, Risiko und Handel

Handel oder Ruhe? KW 6 zeigt, was wirklich zählt

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Nur drei Vermögensverwalter griffen in KW 6 aktiv in ihre Portfolios ein, während die Mehrheit – einschließlich des Benchmarkdepots – keine einzige Order platzierte. Dennoch entwickelten sich die Depots im Projekt 9 (Stiftungsportfolio) sehr unterschiedlich. Einige Häuser profitieren spürbar vom Marktumfeld, andere müssen Verluste hinnehmen. Die Woche zeigt laut den Daten von infront: Die richtige Allokation ist oft entscheidender als jede Umschichtung.
  • Wochenbericht zu Projekt VIII in KW 6: Performance, Gewinner und Verlierer

Starke Fondsmanager in KW 6: Wer Projekt 8 nach vorn zieht

Illustriert mit Canva und ChatGPT
In Woche 6 verliert das Benchmarkdepot (vermögensverwaltende Fonds) leicht, während mehrere Vermögensverwalter klare Gewinne erzielen und andere stark zurückfallen. Da in Projekt 8 keine Handelsaktivitäten stattfanden, spiegeln alle Veränderungen ausschließlich die Marktbewegungen wider. Die Analyse anhand der Daten von infront zeigt, wer überzeugt – und wer deutlich hinter dem Markt zurückbleibt.
Zum Seitenanfang