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Stahlindustrie innovativ

Abgas als Rohstoff

Thyssenkrupp will die Abgase aus der Stahlproduktion, die Hüttengase, als Chemierohstoff nutzen. Kohlenmonoxid und Kohlendioxid (CO2) sollen weiterverarbeitet werden. Gelingt das, können mit den neuen Prozessen auch die Abgase anderer Industrien wiederverwendet werden...

Die bei der Stahlerzeugung entstehenden Abgase sollen künftig als Chemierohstoff genutzt werden. Ende September eröffnete Thyssenkrupp ein Technikum im Stahlwerk Duisburg, in dem die sogenannten Hüttengase unter realen Bedingungen zu Chemikalien verarbeitet werden. Hüttengas besteht aus Stickstoff, Kohlenstoffmonoxid, Kohlendioxid, Wasserstoff und Methan. Es fällt in großen Mengen an: 2 Mio. cm3 am Tag in Deutschland. Etwa 38% des CO2 aus Industrie und Gewerbe in Deutschland kommen von Hüttengasen.

Erstmals sollen CO und CO2 im großen Maßstab als Chemiegrundstoffe genutzt werden. Geplant ist die Herstellung verschiedener Basischemikalien, etwa Ammoniak, höhere Alkohole und die daraus herstellbaren Kunststoffe, sowie die Kraftstoffe Methanol und Oxymethylenether. Das Projekt Carbon2Chem besteht aus mehreren Teilprojekten, die sich etwa mit der Reinigung der Gase und mit den Herstellungsprozessen der einzelnen Chemikalien befassen.

Ein Ziel des Projektes ist es, Wasserstoff aus überschüssigem (Alternativ-)Strom herzustellen. Auf diese Weise will man überschüssige Energie nutzen, etwa aus Windkraft. Thyssenkrupp rechnet mit weiteren 10 bis 15 Jahren, bis die Chemieproduktion aus Hüttengasen industriell erfolgt.

Fazit:

Die Nutzung von CO2 als Chemierohstoff lässt sich von der Stahlindustrie auch auf andere Industrien ausweiten, wenn die Prozesse funktionieren.

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