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2010
Aluminium wird knapp

Alu: Historische Preisrallye voraus?

Der Aluminiummarkt steht vor einem potenziellen historischen Preisanstieg. Analysten erwarten eine Rallye bis auf 4.000 US-Dollar je Tonne. Für diese Erwartung haben sie gute Gründe.

Der Aluminiummarkt steht nach Einschätzung der Citigroup vor einem historischen Preisanstieg. Analysten der US-Großbank sehen für das Leichtmetall derzeit das vielversprechendste Marktumfeld seit mehr als 50 Jahren. Angetrieben von strukturellen Verschiebungen auf der Angebots- und Nachfrageseite könnte Aluminium in eine langanhaltende Phase extremer Verknappung eintreten. 

Die Experten erwarten einen neuen große Preisschub. In ihrer jüngsten Studie prognostizieren die Rohstoffexperten, dass der Alu-Preis an der Londoner Metallbörse LME in den kommenden 12 bis 15 Monaten auf bis zu 4.000 US-Dollar je Tonne steigen könne. Ein solches Kursniveau würde den bisherigen historischen Höchststand aus dem Jahr 2022 von rund 3.850 US-Dollar je Tonne übertreffen. 

Historische Alu-Hausse voraus?

Den Experten zufolge handele es sich dabei nicht um eine kurzfristige Spekulationsblase. Vielmehr sehen sie "die fundamental stärkste Ausgangslage seit den 1970er Jahren." Während die Nachfrage steigt, kann das weltweite Angebot kaum Schritt halten. Die Citigroup verweist auf erhebliche Kapazitätsgrenzen bei den weltweiten Schmelzen und erwartet für 2026 ein globales Angebotsdefizit von rund 2,7 Mio. t – unter der Annahme schwacher Nachfragebedingungen. 

Hintergrund: Im Zuge der Eskalation des Krieges im Iran mussten mehrere Aluminiumhütten im Nahen Osten ihre Produktion reduzieren oder ganz einstellen. Diese Defizite müssen zwangsläufig durch den Abbau von Lagerbeständen ausgeglichen werden, was die Analysten als die derzeit zentrale Frage für den Markt bezeichnen. 

Preis erst volatil, dann stark steigend

Zu Beginn eines solchen Verknappungszyklus können zwar versteckte Bestände im Handel und in den Lieferketten den Engpass abfedern. Das würde die Preisentwicklung zunächst sehr „volatil" machen. Sobald diese Puffer jedoch schrumpfen und Absicherungsgeschäfte (Short-Hedges) aufgelöst werden, steigt das Risiko drastisch. Unter solchen Bedingungen können schon minimale Lieferengpässe extreme, nichtlineare Kurssprünge auslösen. Auf der anderen Seite ist das Risiko nach unten stark begrenzt, es sei denn, es käme zu einer schweren globalen Rezession von historischem Ausmaß wie in den frühen 1980er Jahren oder während der Finanzkrise 2008.

Fazit: Der Aluminiumpreis ist heiß und dürfte noch heißer werden. Mit einem ungehebelten Aliminium-ETF (Beispiel ISIN: GB 00B 15K XN5 8) können Anleger von steigenden Aluminiumpreisen profitieren.
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