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Wette auf höhere Nachfrage

Aluminium wird knapp

Aluminium ist ein vielfach verwandtes Material, das in großen Mengen produziert und nachgefragt wird. Stockt die Produktion oder schwächelt die Nachfrage, schlägt sich das schnell auf den Preis durch. Doch nicht jeder Preiseinbruch ist von Dauer.

Der Aluminiumpreis schwächelt. Vor Jahresfrist notierte das Leichtmetall noch bei Kursen um 1.974 USD je Tonne. Danach sackten die Notierungen an der New York Mercantile Exchange (Comex) ab. Zu Anfang Oktober war der Preis bei einem Jahrestief von 1.705 USD je Tonne angekommen. Somit ist der Aluminiumpreis in diesem Jahr bereits um rund 14% in der Spitze gefallen.

Auf mittlere Sicht birgt das derzeitige Preisniveau eher Chancen als Risiken. Denn im aktuellen Preis sind viele Unsicherheiten eskomptiert. So dürfte der Aluminiumpreis von einem Handelsabkommen zwischen den USA und China ganz besonders profitieren. China ist der weltgrößte Produzent und Exporteur des leichten Industriemetalls.

Diese Voraussetzungen gelten weiterhin. Das, obwohl die Ausfuhren nach Angaben des staatlichen Statistikbüros in diesem Jahr von Januar bis Oktober um beinahe ein Drittel zurück gegangen sind. Analysteneinschätzungen zufolge ist dieser Rückgang nicht allein auf eine schwache Export-Nachfrage, sondern auch auf einige Produktionsunterbrechungen zurück zu führen.

Eine Belebung der Nachfrage dürfte somit die Liefersituation weiter herausfordern. An der Metallbörse in Shanghai sind die Aluminiumbestände auf den niedrigsten Stand seit März 2017 gesunken. Und auch die aktuelle Backwardation an der London Metal Exchange (LME) deutet auf ein zu geringes Angebot hin (Backwardation = Futurekontrakte kürzerer Laufzeit notieren höher als solche mit längerer Laufzeit). Das dürfte die Preise tendenziell stützen. Aus technischer Sicht ist der Aluminiumpreis um 1.700 USD je Tonne zunächst einmal gut unterstützt. Auch die Saisonalität spricht derzeit eher für steigenden Alu-Notierungen (siehe www.seasonalcharts.com/future_metalle_aluminium.html).

Fazit: Der Aluminiumpreis dürfte das Schlimmste hinter sich haben. Auf dem aktuellen Kursniveau überwiegen die Chancen vor den Risiken.

Empfehlung: Mittelfristig orientierte Anleger fangen an, erste Longpositionen in dem Leichtmetall aufzubauen. Dafür eignet sich in ungehebeltes Aluminium-ETC (Beispiel ISIN: DE 000 A0K RJS 4).

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