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Sind die Landwirtschaftsbehörden immer noch zu optimistisch?

Das Wetter macht den Weizenpreis

Das Wetter lässt die Weizenhändler spekulieren. Denn behördlicherseits wird nach wie vor mit einem Rekordvolumen gerechnet, das heuer in die Scheuer kommen soll. Doch in Kanada ist nicht mal die halbe Ernte eingebracht. Und der Winter schickt Vorboten.

Der Aufwärtstrend beim Weizenpreis nimmt wieder konkretere Formen an. Zu Wochenbeginn notierte der richtungweisende Kontrakt an der Warenterminbörse in Chicago wieder an der Marke von 500 US-Cent je Scheffel. Die jüngste Aufwärtsbewegung ist aus fundamentaler Sicht solide unterstützt. Denn widrige Wetterbedingungen lassen die Aussicht auf eine gute Ernte schwinden (siehe zuletzt FD vom 2.8.19).

Die kommenden Ernteaussichten sorgen für Preisunterstützung. Am Weizenmarkt wird derzeit vor allem die Trockenheit in wichtigen Anbaugebieten der südlichen Halbkugel (Australien und Argentinien) diskutiert. Dazu die übermäßige Nässe in Teilen der Sommerweizengebiete der USA und Kanadas. Vor allem in Kanada, wo noch nicht einmal die Hälfte der Ernte eingebracht ist, droht die kalte und feuchte Witterung, inklusive der ersten Schneefälle, das Erntegut zu schädigen. Dort wird zu 80% Sommerweizen angebaut, Winterweizen hat nur einen geringen Anteil am Gesamtvolumen.

Die Prognosen scheinen zu hoch zu sein

Nun wartet der Markt auf das Statement des US-Landwirtschaftsministeriums USDA. Der Internationale Getreiderat IGC und die kanadische Behörde Statscan haben ihre Prognose für den Weizenmarkt 2019/20 bisher nicht angepasst. Sie rechnen weiterhin mit einem Anstieg der kanadischen Produktion gegenüber dem Vorjahr und insgesamt mit der zweitgrößten kanadischen Weizenernte aller Zeiten. Sollten die Wetterbedingungen jedoch weiterhin so ungünstig ausfallen, dürfte eine Abwärtsrevision vorgezeichnet sein.

Aus technischer Sicht liegt im Bereich um 500 US-Cent je Scheffel eine erste Hürde für den Weizenpreis. Klettert der Preis darüber, dürfte bald die Marke um 520 US-Cent je Scheffel angepeilt werden.

Fazit: Der Aufwärtstrend bei Weizen verfestigt sich. Die Ernteprognosen dürften weiter nach unten korrigiert werden und so den Preis tendenziell stützen.

Empfehlung: Wer unserer letzten Empfehlung gefolgt ist, sichert Buchgewinne auf Einstand ab und bleibt weiter investiert. Der entsprechende Weizen-ETC hat die ISIN: DE 000 A0K RJ9 0.

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