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Der handelskrieg lastet auf dem Ölpreis

Der Ölpreis unter Druck

Im Sturm des Handelskrieges muss der Ölpreis Federn lassen. Anleger können diese temporäre Schwäche für sich nutzen.

Mit der neuerlichen Verschärfung im Handelskonflikt zwischen den USA und China ist der Ölpreis erneut kräftig unter Druck geraten. An der Warenterminbörse in New York rutschte der richtungsweisende Futurekontrakt auf Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Wochenmitte an die Marke von 50 USD je Barrel. Mitte Juli handelte WTI noch bei Kursen um 60 USD je Barrel. Binnen eines Monats ging es damit um rund 17% abwärts. Die von US-Präsident Donald Trump neu verhängten Strafzölle auf chinesische Waren im Wert von 300 Mrd. USD ab September schüren die Befürchtung, dass sich das weltweite Wirtschaftswachstum weiter abschwächt und damit die Nachfrage nach Rohöl sinkt.

Die USA und China sind weltweit die größten Ölverbraucher. Sie stehen zusammen für etwa ein Drittel der globalen Ölnachfrage und etwa die Hälfte des für dieses Jahr bislang prognostizierten Nachfrageanstiegs. Ein von einer Verschärfung des Konflikts ausgelöster Konjunkturabschwung, dürfte die Ölnachfrage also spürbar drücken.

Die Lagerbestände wachsen

Die überraschend gestiegenen Erdölvorräte in den USA haben den Ölpreis ebenfalls gedrückt. Die US-Energiebehörde EIA meldete, dass die Ölvorräte vorige Woche um 2,39 Mio. Barrel gestiegen sind. Erwartet wurde ein Rückgang um 2,85 Mio. Barrel. Diese Entwicklung ist für den August untypisch, da die Ferienzeit normalerweise in diesem Monat noch für einen Abbau der Lagerbestände sorgt.

Aus technischer Sicht kommt der Marke von 50 US-Dollar eine hohe Bedeutung bei. Solange WTI nicht unter dieses Level fällt, ist an dieser Unterstützung mit einer Gegenbewegung zu rechnen. Rutscht der Ölpreis hingegen nachhaltig unter diese Marke, dürften die Dezembertiefs (ca. 42,50 USD) wieder in den Blick geraten.

Fazit: Nach dem kräftigen Kursrutsch in dieser Woche erscheint eine Gegenbewegung zumindest bis in den Bereich um 55 USD wahrscheinlich.

Empfehlung: Anleger können mit einem Knock Out Zertifikat (z. B. ISIN: DE 000 TR5 4XF 7, KO: 42,4556 USD, open end, Hebel 5) darauf spekulieren (Stopp-Kurs: Ölpreis unter 50 Dollar).

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