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Keine Entspannung in Nahost-Krise

Einkommensschwache leiden besonders unter dem Krieg

Durch den Iran-Krieg sind die Energiekosten in Deutschland deutlich gestiegen. Darunter leiden nach einer Studie des ifo-Instituts Einkommensschwache mehr als Gutverdiener. Eine Besserung ist nicht in Sicht. Teheran setzt US-Präsident Trump unter Druck.

Einkommensschwache Haushalte in Deutschland leiden wegen der gestiegenen Energiekosten besonders unter dem Irankrieg. „Wir sehen, dass ärmere Haushalte einem Preisschock, der Tausende Kilometer entfernt seinen Ursprung hat, schlechter ausweichen können und größere Kaufkraftverluste erleiden“, sagt ifo-Forscherin Tiphaine Wibault.

Die Konsumausgaben steigen bundesweit nach einer Analyse der Münchner Wirtschaftswissenschaftler durch die Krise im Nahen Osten um rund 16,8 Mrd. Euro. Haushalte im untersten Einkommenssektor verlieren im Schnitt 2,87% ihres verfügbaren Einkommens, die einkommensstärksten Haushalte dagegen nur 0,65%.

Rentner trifft es besonders hart

Stark betroffen sind laut der Studie auch ältere Menschen: Rentnerpaare verlieren durch den Preisschock 1,53%, alleinlebende Senioren 1,45% ihres Einkommens. Über alle Haushalte berechnet beträgt der durchschnittliche Verlust 1,15%. „Gerade weil es für diesen Schock keinen europäischen Preisdeckel gibt wie in der Energiekrise 2022, landet die Last fast ungebremst bei den Haushalten – und dort besonders bei denen mit niedrigen Einkommen“, erklärt ifo-Forscher Andreas Peichl.

Eine Entspannung ist nicht in Sicht. Die Revolutionsgarden des Iran bekräftigten gestern, dass sie die Straße von Hormus erst dann wieder öffnen, wenn die USA eine Liste von Forderungen erfüllen. So verlangt Teheran etwa Reparationszahlungen, die sofortige Einstellung der Angriffe auf verbündete Milizen und Staaten in der Region, die Aufhebung aller US-Sanktionen sowie die Freigabe iranischer Vermögenswerte.

Mullahs wollen Mautsystem einführen

In der Straße von Hormus will das Mullah-Regime zudem ein Mautsystem einführen. Die Einnahmen sollen mit dem Oman aufgeteilt werden. Ein Abkommen darüber ist offenbar mit der Regierung in Maskat ohne die Beteiligung der USA bereits ausgehandelt worden.

Für US-Präsident Donald Trump sind das alles unannehmbare Forderungen, die den Iran im Vergleich zum Vorkriegszustand sogar stärken. Allerdings reagiert Trump inzwischen nicht mehr mit Angriffen, sondern setzt auf wirtschaftlichen Druck, um Teheran zum Einlenken zu bewegen. „Wir verhandeln nur halbherzig“, sagte er am Wochenende, ohne genaue Angaben zu machen. Die Revolutionsgarden dementierten Gespräche.

Fazit: Donald Trump steckt in der Zwickmühle. Der Krieg gegen den Iran ist politisch verloren, das Mullah-Regime sitzt fester im Sattel denn je - und hat hält damit die westliche Welt im ökonomischen Würgegriff.
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